Start Verbraucherschutz Investieren in Pelletanlagen – Umweltfreundlich und sicher?

Investieren in Pelletanlagen – Umweltfreundlich und sicher?

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Nun, das will uns eine Spam-Mail weismachen, die von der Domain „rsp-infoservice.de“ verschickt wurde. Hierbei handelt es sich um die RSP Capital Consult GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführer Dennis Reiter ist. Auf verschiedenen Seiten (unter anderem hier) bewirbt er seine verschiedenen Finanzanlagen, darunter Erneuerbare Energien, Immobilien, Naturkautschuk, Sandelholz-Öl und die oben angesprochenen Pellets.

Uns fallen spontan einige Fragen zu diesem Investment ein:

  • Wieso wird es als umweltfreundlich beworben? Zwar können so auch Holzreste verwertet werden, aber durch die Zunahme der Pelletanlagen muss immer mehr Holz nur dafür geschlagen werden. Abgesehen erhöht eine Verbrennung die Zahl schädlicher Partikel in der Luft.
  • Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass es sich um einen wachsenden Markt handelt? In den letzten 15 Jahren hat die Produktion erheblich zugenommen, so dass keine großen Steigerungen mehr zu erwarten sind.

  • Das Geschäft mag zwar börsen- und währungsabhängig sein, es ist aber nicht witterungsabhängig! Bei milden Wintern sinkt die Nachfrage und damit der Preis.
  • Woher stammt die versprochene Sicherheit für den Anleger? Schaut man sich die letzte im Unternehmensregister hinterlegte, öffentlich zugängliche Bilanz Ihres Unternehmens an (s.u.), finden wir hier keine nennenswerten Zahlen. Doch eine: Das Eigenkapital beträgt beeindruckende 1.000 €! Abgesehen davon, stammt diese Bilanz von 2011! Woher soll der Anleger also wissen, ob sich die Situation des Unternehmens seitdem verbessert hat?

„Sehr geehrte XXX,

wir präsentieren Ihnen hier eine festverzinsliche Geldanlage mit Grundschuldbesicherung und überdurchschnittlichen festen Zinsen bei hoher Sicherheit für eine für Sie und der Umwelt gewinnbringende Zukunft.

Leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien mit einer Geldanlage in ein bereits ertragreich laufendes Pelletwerk – ohne Anlaufrisiken.

Investieren Sie sachwert- und sicherheitsorientiert, in börsen- und währungsunabhängige Erträge sowie in einen wachsenden Markt mit dauerhaft hohem Bedarf.

  • Feste Verzinsung von bis zu 5,8 % im Jahr
  • Dauerhafte Erträge durch halbjährliche Zinszahlungen (30.06. und 31.12.)
  • Einmalige Sicherheit durch Grundbucheintragung
  • Investment schon ab 5.000 €
  • S-Dax-Konzern als langfristiger und starker Partner

Hohe Zinsen, überzeugende Sicherheit und ein gutes Gefühl – hier tut Ihr Geld das Richtige.“

Hier die Bilanz:

RSP Capital Consult GmbH & Co. KG

Petersberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz

Aktiva

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 37.610,50 43.839,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.574,50 32.254,50
II. Sachanlagen 1.736,00 3.285,00
III. Finanzanlagen 8.300,00 8.300,00
B. Umlaufvermögen 27.756,84 86.666,75
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.646,10 32.426,43
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.110,74 54.240,32
Bilanzsumme, Summe Aktiva 65.367,34 130.506,25

Passiva

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 1.000,00 1.000,00
I. Kapitalanteile 1.000,00 1.000,00
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.000,00 1.000,00
B. Rückstellungen 4.795,00 1.250,00
C. Verbindlichkeiten 59.572,34 128.256,25
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 36.572,34 105.256,25
Bilanzsumme, Summe Passiva 65.367,34 130.506,25

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss des Unternehmens RSP Capital Consult GmbH & Co. KG, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Bewertung wurde von der Going-Concern-Prämisse des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von Euro 410,– wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und der Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im wesentlichen übernommen werden.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die RSP Beteiligungsgesellschaft mbH, ihrerseits vertreten durch Herrn Dennis Reiter geführt.

Gesellschafter

Folgende Gesellschaften sind persönlich haftende Gesellschafter:

Name RSP Beteiligunsgesellschaft mbH
Sitz 36100 Petersberg
Rechtsform GmbH
Gezeichnetes Kapital: 25.000,00 Euro

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2012 festgestellt.

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