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Chinas E-Autoschwemme nach Europa

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Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Im jüngsten Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland äußerte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, ihre Sorgen über die zunehmende Einfuhr preiswerter Elektrofahrzeuge aus China. Sie äußerte die Befürchtung, dass eine Überdependenz von Elektroautos aus China der europäischen Industrie schaden könnte, insbesondere angesichts der massiven Überproduktion in China, angeheizt durch beträchtliche staatliche Beihilfen.

Von der Leyen wies darauf hin, dass andere große Wirtschaftsnationen wie die USA, Brasilien und die Türkei bereits Schritte unternommen haben, um ihre Märkte gegen den Strom subventionierter chinesischer Elektrofahrzeuge zu schützen. Sie betonte, dass die Europäische Union nicht der einzige Markt bleiben sollte, der für diese Überproduktion offen ist. Die Präsidentin sprach zudem datenschutzrechtliche Bedenken an, indem sie auf das Risiko hinwies, dass bei Importen chinesischer Elektroautos sensible private Daten wie Bewegungsinformationen der Konsumenten nach China übertragen werden könnten.

Gleichzeitig tourt der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz mit einer bedeutenden Wirtschaftsdelegation durch China, mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Bindungen zu stärken und deutsche Innovationen im Land zu fördern. Scholz‘ Aufenthalt führte ihn dabei nach Shanghai, eine führende Finanz- und Handelsmetropole, wo er ein Innovationszentrum des deutschen Kunststoffproduzenten Covestro besuchte. Dieses Engagement zeigt die vielschichtige Natur der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China, speziell vor dem Hintergrund von von der Leyens Warnungen im Hinblick auf die Handelsbeziehungen mit China.

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