Am 8. Oktober findet in Deutschland erneut die „Lange Nacht des Impfens“ statt. Zahlreiche Arztpraxen und Apotheken im ganzen Land öffnen an diesem Abend bis in die späten Stunden, um Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich spontan und ohne lange Wartezeiten gegen Corona und Grippe impfen zu lassen.
Wie auf der offiziellen Aktionsseite bekanntgegeben wurde, beteiligen sich in diesem Jahr mehr als 300 Einrichtungen. Damit geht die Initiative bereits in ihr drittes Jahr.
Ziel: Impfbereitschaft stärken und Versorgung erleichtern
Mit der Aktion wollen die teilnehmenden Ärztinnen, Ärzte und Apotheker auf den Beginn der Impfsaison aufmerksam machen und die Impfquoten in Deutschland erhöhen.
Besonders bei der Grippeschutzimpfung liegt die Quote laut Robert Koch-Institut (RKI) weiterhin deutlich unter den Empfehlungen. Vor allem Risikogruppen wie Ältere, chronisch Kranke und medizinisches Personal lassen sich nach wie vor zu selten impfen.
„Wir wollen den Zugang zu wichtigen Schutzimpfungen so einfach wie möglich machen – ohne Termin, direkt nach der Arbeit oder am Abend“, heißt es von den Organisatoren.
Corona- und Grippeschutz im Fokus
Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die Impfungen gegen Influenza und SARS-CoV-2. Beide Viren können im Herbst und Winter parallel zirkulieren und die Gesundheitssysteme belasten.
Fachleute empfehlen insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen, über 60-Jährige und Beschäftigte im Gesundheitswesen, den Impfschutz rechtzeitig aufzufrischen.
Die Kombination beider Impfungen an einem Termin ist laut Experten unbedenklich und spart Zeit.
Niedrigschwellige Aktion mit wachsender Beteiligung
Die „Lange Nacht des Impfens“ hat sich seit ihrer Premiere im Jahr 2023 als niedrigschwellige Präventionskampagne etabliert. Durch flexible Öffnungszeiten sollen auch Menschen erreicht werden, die beruflich stark eingebunden sind oder sich kurzfristig für eine Impfung entscheiden.
In vielen Städten sind Apotheken, Hausarztpraxen und kommunale Gesundheitszentren an der Aktion beteiligt. Interessierte können auf der Website der Initiative prüfen, welche Einrichtungen in ihrer Nähe teilnehmen.
Hintergrund: Impfbereitschaft sinkt
Nach den pandemiebedingten Rekordwerten bei den Corona-Impfungen ist die Impfbereitschaft in der Bevölkerung deutlich gesunken. Auch bei der Grippeimpfung wurde zuletzt ein Rückgang verzeichnet.
Gesundheitsexperten warnen, dass eine zu niedrige Impfquote im Winter zu mehr Krankheitsausfällen und einer höheren Belastung des Gesundheitssystems führen könnte.
Fazit
Mit der „Langen Nacht des Impfens“ wollen Ärztinnen, Apotheker und Gesundheitsorganisationen ein Zeichen für Prävention und Eigenverantwortung setzen. Die Aktion bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, flexibel und unkompliziert ihren Impfschutz aufzufrischen – und damit sich selbst und andere zu schützen.
Eine Liste der teilnehmende Apotheken und Praxen waehre hilfreich geweseb, da viele Mittwochs Nachmittags geschlossen haben.