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Zollkonflikt mit den USA: Von der Leyen trifft Trump in Schottland

geralt (CC0), Pixabay

Im eskalierenden Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten steht ein entscheidendes Treffen bevor: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump werden sich am Sonntag in Schottland zu direkten Gesprächen treffen. Ziel ist es, eine Einigung über drohende Strafzölle zu erzielen, bevor die offizielle Verhandlungsfrist in wenigen Tagen ausläuft.

Von der Leyen hatte das Treffen am Freitag nach einem „guten Telefonat“ mit Trump angekündigt. Dieser zeigte sich am Wochenende zuversichtlich: „Wir werden sehen, ob wir einen Deal machen. Wenn ja, wird es der größte von allen sein“, sagte Trump bei seiner Ankunft in Schottland. Die Chancen auf eine Einigung schätzte er auf „gute 50:50“.

EU unter Druck – Frist läuft ab

Am Mittwoch hatte Trump signalisiert, geplante Strafzölle von bis zu 30 Prozent auf europäische Produkte zu verschieben – unter der Bedingung, dass die EU ihren Markt stärker für US-Produkte öffnet. Die Zeit drängt: Ab 1. August könnten die angekündigten Zölle Realität werden, sollten die Gespräche scheitern.

VW will Sonderdeal mit den USA

Während die EU auf eine gemeinsame Lösung hofft, verfolgt der Volkswagen-Konzern bereits eigene Pläne. VW-Chef Oliver Blume kündigte an, im Falle eines EU-US-Abkommens einen separaten Deal mit der US-Regierung anzustreben. Statt Zöllen wolle man milliardenschwere Investitionen in den USA anbieten – unter anderem für den Aufbau der Marke „Scout“, Softwareprojekte mit Rivian und ein mögliches Audi-Werk in den USA.

Das Modell sieht vor, dass für jeden in den USA investierten Dollar ein entsprechender Zollnachlass gewährt wird. Laut Blume wurde der Vorschlag bereits dem US-Handelsministerium sowie Präsident Trump persönlich vorgestellt – mit positiver Resonanz.

Proteste und politische Skepsis

Trumps Besuch in Schottland wurde von Protesten begleitet, insbesondere in Aberdeen. Kritiker werfen ihm Unberechenbarkeit in der Handelspolitik vor. Dennoch könnte das Treffen in Schottland zum Wendepunkt im transatlantischen Handelskonflikt werden.

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