Der 18-jährige US-Staatsbürger Kenny Laynez wurde am 2. Mai 2025 gemeinsam mit seinen undokumentierten Kollegen von der Florida Highway Patrol und Grenzschutzbeamten (Border Patrol) auf dem Weg zur Arbeit festgenommen. Obwohl Laynez in den USA geboren wurde und seine Rechte betonte, wurde er sechs Stunden lang festgehalten – ein Vorfall, der vollständig von seinem Handy dokumentiert wurde.
Das Video zeigt, wie Beamte seine Mutter, ihn und zwei weitere Arbeiter – allesamt Landschaftsgärtner – aus einem Fahrzeug zogen, sie mit Gewalt zu Boden brachten und einen der Männer mit einem Taser angriffen. Obwohl Laynez wiederholt sagte, er sei US-Bürger, erwiderte ein Beamter: „Du hast hier keine Rechte. Du bist ein ‚Migo‘.“
Laynez’ Kollegen, die keine Aufenthaltspapiere besitzen, wurden in das Krome Detention Center in Miami überführt. Sie wurden später gegen Kaution freigelassen, fürchten aber eine baldige Abschiebung.
Während Laynez in einem Bundesgebäude in Riviera Beach festgehalten wurde, filmte sein Handy weiter. Das Video zeigt, wie Beamte über den Vorfall scherzen und über mögliche Schüsse bei weiteren Festnahmen sprechen. Laynez berichtet, er sei gezwungen worden, sein Handy zu entsperren, um Zugriff auf das Video zu ermöglichen. Erst ein Supervisor stellte schließlich fest, dass er als US-Bürger nicht hätte festgehalten werden dürfen.
Laynez wurde trotzdem wegen „Widerstands ohne Gewalt“ angezeigt. Er nahm an einem Diversionsprogramm teil; die Anklage wird fallen gelassen, wenn er es bis zum 30. Juli erfolgreich abschließt.
Der Anwalt Jack Scarola, der das Video gesehen hat, spricht von einem „rücksichtslosen Umgang mit Bürgerrechten“ und warnt vor den Konsequenzen zunehmender staatlicher Willkür bei der Einwanderungsdurchsetzung.
Laynez betonte später, wie wichtig das Video für die Aufklärung des Vorfalls sei: „Ohne die Aufnahme würde mir niemand glauben, was passiert ist.“