Ein Sommerfest wird zum Streitfall: Eine Kindertagesstätte in Rostock hat nach Kritik aus der Elternschaft ihr geplantes „Indianer-Fest“ umbenannt – und damit eine hitzige Debatte ausgelöst.
Ursprünglich sollten sich die Kinder zum Sommerfest als „Indianer“ verkleiden. Doch einige Eltern hatten den Begriff kritisiert – er sei klischeebeladen und respektlos gegenüber indigenen Völkern. Die Kita-Leitung reagierte: Sie entschuldigte sich öffentlich und wählte kurzerhand ein neues Motto: „Pferde und Ponys“.
Man wolle künftig „respektvollere Begriffe“ verwenden, so die Kita. Doch nicht alle finden diese Entscheidung richtig: Der CDU-Landeschef und Fraktionsvorsitzende im Schweriner Landtag, Daniel Peters, kommentierte auf X: „Diese politische Überkorrektheit nervt die Menschen nur noch.“
Der Fall zeigt, wie sehr Sprache und Kulturthemen auch im Kleinen für Diskussionen sorgen – und wie sensibel manche Begriffe heute betrachtet werden. Für die Kinder bleibt am Ende vor allem eines: ein Sommerfest mit viel Fantasie – nur eben ohne „Indianer“.