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Malaria-Todesfall am Frankfurter Flughafen: Fraport-Mitarbeiter stirbt nach Infektion

MIH83 (CC0), Pixabay

Am Frankfurter Flughafen ist ein Mitarbeiter nach einer Malaria-Infektion gestorben. Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte den Todesfall und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Nach den bislang vorliegenden Angaben steht die Erkrankung offenbar im Zusammenhang mit importierten Mücken. Damit rückt ein ungewöhnlicher Infektionsweg in den Mittelpunkt, denn Malaria wird normalerweise durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen und tritt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auf.

Sechs Fraport-Beschäftigte betroffen

Bereits Mitte Juli hatte Fraport über vier mit Malaria infizierte Mitarbeiter informiert. Inzwischen sind nach Angaben des Unternehmens sechs Beschäftigte betroffen. Die Erkrankten befinden sich demnach in ärztlicher Behandlung.

Der nun bestätigte Todesfall verleiht dem Geschehen eine neue Tragweite. Fraport erklärte dazu: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen.“

Importierte Mücken als mögliche Ursache

Als Ursache der Infektionen werden nach den vorliegenden Informationen eingeschleppte Mücken vermutet. Internationale Flughäfen sind besondere Verkehrsknotenpunkte: Flugzeuge transportieren nicht nur Menschen und Fracht über Kontinente hinweg. In seltenen Fällen können auch Insekten unbeabsichtigt mitreisen.

Das Phänomen wird häufig als „Flughafen-Malaria“ bezeichnet. Dabei können infizierte Mücken aus Malariagebieten beispielsweise mit Flugzeugen oder Gepäck nach Europa gelangen und Menschen in oder in der Umgebung eines Flughafens stechen. Eine vorherige Reise der erkrankten Person in ein Malariagebiet ist bei einem solchen Übertragungsweg nicht erforderlich.

Ob sich die Infektionen der Fraport-Beschäftigten tatsächlich auf diese Weise ereignet haben und wie die Übertragung im Einzelnen ablief, lässt sich aus den bislang vorliegenden Angaben allerdings nicht abschließend beurteilen.

Ungewöhnliche Häufung am größten deutschen Flughafen

Besonders auffällig ist die Zahl der Betroffenen. Aus zunächst vier bekannten Fällen sind inzwischen sechs infizierte Fraport-Beschäftigte geworden. Einer der Mitarbeiter ist an den Folgen seiner Erkrankung gestorben.

Der Fall zeigt zugleich eine seltene Begleiterscheinung des weltweiten Flugverkehrs: Krankheitserreger können unter besonderen Umständen auch durch eingeschleppte Überträger über große Entfernungen verbreitet werden.

Für die weiteren Untersuchungen dürfte deshalb insbesondere von Bedeutung sein, wo sich die Beschäftigten am Flughafen aufgehalten haben, ob ein gemeinsamer möglicher Infektionsort festgestellt werden kann und wie die mutmaßlich eingeschleppten Mücken nach Frankfurt gelangten. Zu diesen Fragen enthalten die bislang vorliegenden Informationen noch keine näheren Angaben.

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