Auslöser für die Mobilisierung ist insbesondere das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Der Erfolg der AfD hat bei politischen Initiativen und Teilen der Bevölkerung neue Diskussionen über den Umgang mit Rechtsextremismus ausgelöst.
Die Hamburger Demonstration soll Menschen die Möglichkeit geben, ihre Reaktion auf die politische Entwicklung öffentlich zum Ausdruck zu bringen.
Annika Rittmann von der Organisation „Zusammen gegen Rechts“ erklärte, nach dem Wahlergebnis solle ein Ort für diejenigen entstehen, die ihre Angst, Wut oder Enttäuschung zeigen wollten.
Start am Jungfernstieg
Losgehen soll es am Samstag um 14 Uhr am Hamburger Jungfernstieg. Angemeldet wurde die Demonstration von der Initiative „PRÜF Hamburg“. Mehrere weitere Bündnisse beteiligen sich.
Mit den erwarteten 20.000 Menschen könnte die Veranstaltung große Teile der Hamburger Innenstadt prägen. Bei einer Beteiligung in dieser Größenordnung ist rund um den Jungfernstieg mit einem erheblichen Besucheraufkommen zu rechnen.
Die Demonstration soll dabei nicht nur aus politischen Redebeiträgen bestehen. Auch prominente Musiker unterstützen die Veranstaltung und sollen zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen.
Wahlergebnis wirkt über Sachsen-Anhalt hinaus
Dass eine Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Großdemonstration in Hamburg auslöst, zeigt die bundespolitische Bedeutung, die dem Wahlergebnis beigemessen wird.
Für die beteiligten Initiativen geht es deshalb nicht allein um eine einzelne Partei oder eine einzelne Wahl. Die Demonstration soll grundsätzlich ein öffentliches Signal gegen Rechtsextremismus setzen.
Gleichzeitig dürfte die Veranstaltung zeigen, wie stark das Wahlergebnis Menschen außerhalb Sachsen-Anhalts mobilisiert.
Hamburg vor politischem Samstag
Ob am Ende tatsächlich 20.000 Menschen kommen, wird sich erst am Samstag zeigen. Die Zahl ist eine Erwartung der Veranstalter und keine bereits feststehende Teilnehmerzahl.
Fest steht jedoch schon jetzt: Der Hamburger Jungfernstieg wird am Samstagnachmittag zum Schauplatz einer bundesweit beachteten politischen Reaktion auf den AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt.
Aus einem Wahlergebnis in einem anderen Bundesland wird damit wenige Tage später eine große Demonstration mitten in Hamburg.