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Explodierende Energiekosten – Mit diesen Tipps können Verbraucher im Alltag Geld sparen

ColiN00B (CC0), Pixabay

Steigende Energiepreise belasten derzeit viele Haushalte. Ob beim Tanken, Heizen oder Stromverbrauch – für viele Familien werden die laufenden Kosten spürbar höher. Nach Einschätzung von Hermann Josef Tenhagen, Chefredakteur des Verbraucherportals Finanztip, gibt es jedoch zahlreiche Möglichkeiten, die Ausgaben zu senken. Gleichzeitig sieht er auch die Politik in der Verantwortung, langfristig für bezahlbare Energie zu sorgen.

Besonders bei Urlaubsreisen können Verbraucher nach seinen Angaben Geld sparen. Wer mit dem Auto verreist, sollte eine gleichmäßige Fahrweise wählen und hohe Geschwindigkeiten vermeiden. Bereits eine geringere Reisegeschwindigkeit kann den Kraftstoffverbrauch deutlich senken. Auch ein korrekt eingestellter Reifendruck, das Vermeiden unnötigen Gewichts im Fahrzeug und der Verzicht auf Dachboxen oder Fahrradträger, wenn sie nicht benötigt werden, können den Verbrauch reduzieren.

Wer mit einem Elektroauto unterwegs ist, sollte seine Ladestopps im Voraus planen. Die Preise an öffentlichen Ladesäulen unterscheiden sich teilweise erheblich. Durch den Vergleich verschiedener Anbieter und Tarife lassen sich oft mehrere Euro pro Ladevorgang einsparen. Auch das Laden an Hotels oder anderen Unterkünften kann günstiger sein als an Schnellladestationen entlang der Autobahn.

Im eigenen Zuhause liegt nach Einschätzung von Tenhagen das größte Sparpotenzial beim Heizen. Schon eine Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad kann den Energieverbrauch deutlich reduzieren. Wichtig sei außerdem, Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen zu verdecken, damit sich die Wärme ungehindert im Raum verteilen kann.

Auch regelmäßiges Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster hilft dabei, Heizenergie einzusparen. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob Fenster und Türen ausreichend dicht schließen. Schon kleine undichte Stellen können dazu führen, dass wertvolle Wärme verloren geht und die Heizkosten steigen.

Beim Stromverbrauch empfiehlt der Experte, Geräte nicht dauerhaft im Standby Betrieb zu lassen. Fernseher, Spielekonsolen oder Computer verbrauchen auch im Ruhezustand Strom. Mit abschaltbaren Steckdosenleisten lassen sich diese Geräte vollständig vom Netz trennen und unnötige Kosten vermeiden.

Große Haushaltsgeräte bieten ebenfalls Einsparmöglichkeiten. Waschmaschinen und Geschirrspüler sollten möglichst vollständig beladen werden. Niedrigere Waschtemperaturen reichen für normal verschmutzte Kleidung häufig aus und senken den Stromverbrauch deutlich. Moderne LED Lampen verbrauchen zudem erheblich weniger Strom als ältere Leuchtmittel und können die Stromkosten langfristig reduzieren.

Verbraucher sollten außerdem regelmäßig ihren Strom und Gasanbieter überprüfen. Durch einen Tarifvergleich lassen sich in vielen Fällen günstigere Angebote finden. Dabei empfiehlt es sich, nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Vertragslaufzeiten und Preisgarantien zu achten.

Nach Ansicht von Tenhagen reichen persönliche Sparmaßnahmen allein jedoch nicht aus. Er sieht auch die Politik in der Pflicht, die Energieversorgung langfristig sicherer und bezahlbarer zu machen. Dazu gehören Investitionen in erneuerbare Energien, der weitere Ausbau der Stromnetze sowie faire und transparente Preise für Verbraucher.

Angesichts der erneut steigenden Energiepreise gewinnt ein bewusster Umgang mit Strom und Wärme immer mehr an Bedeutung. Bereits viele kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und die finanzielle Belastung spürbar zu verringern. Langfristig profitieren davon nicht nur die Haushalte, sondern auch Umwelt und Klima.

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