Verbraucherschützer warnen vor betrügerischen Inkassoschreiben, die unter dem Namen „TCN INKASSO AG“ versendet werden. Als Unternehmenssitz werden dabei Frankfurt am Main oder Hamburg angegeben. Die Schreiben fordern Empfänger auf, angeblich offene Forderungen kurzfristig zu begleichen und den angegebenen Betrag auf ausländische Bankkonten zu überweisen.
Nach den vorliegenden Informationen werden dabei unter anderem folgende Kontoverbindungen verwendet:
IBAN: GR11 0140 8160 8160 0200 2009 643
Empfänger: TCN COLLECT
oder
IBAN: GR46 0140 9100 9100 0200 2018 467
Empfänger: TCN ABO
Verbraucher sollten auf diese Konten keine Zahlungen leisten. Die Schreiben stehen im Verdacht, Teil einer Betrugsmasche zu sein, mit der Empfänger durch angebliche Inkassoforderungen unter Druck gesetzt werden.
Typisch für derartige Schreiben sind kurze Zahlungsfristen, die Androhung von Mahnverfahren oder Vollstreckungsmaßnahmen sowie Forderungen, die den Betroffenen häufig unbekannt sind oder nicht nachvollzogen werden können. Ziel der Täter ist es, möglichst schnell Geld auf ausländische Konten zu erhalten.
Wer ein solches Schreiben erhält, sollte die Forderung sorgfältig prüfen und keinesfalls vorschnell überweisen. Im Zweifel empfiehlt sich die Rücksprache mit einer Verbraucherzentrale oder einem Rechtsanwalt. Bereits überwiesene Beträge sollten unverzüglich der eigenen Bank gemeldet und – soweit noch möglich – zurückgerufen werden. Zudem kann eine Strafanzeige bei der Polizei sinnvoll sein.
Der aktuelle Fall zeigt erneut, dass Betrüger immer häufiger den Anschein seriöser Inkassounternehmen erwecken und dabei auch internationale Bankverbindungen nutzen, um Verbraucher zur Zahlung nicht bestehender Forderungen zu verleiten.