Dark Mode Light Mode

Heizungstausch: Warmwasser bei der Wärmepumpe von Anfang an mitplanen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Wer seine alte Gas- oder Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen möchte, sollte nicht nur an die Beheizung der Wohnräume denken. Auch die Warmwasserbereitung für Dusche, Bad und Küche muss frühzeitig eingeplant werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale macht sie je nach Haushalt rund zehn bis 30 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs aus.

Die häufigste Lösung ist eine Wärmepumpe, die sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasserversorgung übernimmt. Dabei bleiben Heizungs- und Trinkwasser getrennt. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser. Dieses System benötigt vergleichsweise wenig Platz und ermöglicht eine aufeinander abgestimmte Steuerung von Wärmepumpe und Speicher. Allerdings muss die Anlage auch in den Sommermonaten laufen, um warmes Wasser bereitzustellen.

Eine Alternative ist eine separate Warmwasser-Wärmepumpe. Sie sorgt ausschließlich für die Erwärmung des Trinkwassers und arbeitet unabhängig von der Heizungsanlage. Das Gerät nutzt meist die Luft im Keller als Wärmequelle, wodurch der Raum gleichzeitig gekühlt und entfeuchtet wird. Voraussetzung ist ein frostfreier, unbeheizter Aufstellraum.

In Gebäuden mit langen Leitungswegen können elektrische Durchlauferhitzer sinnvoll sein. Sie erwärmen das Wasser direkt an der Entnahmestelle, während die Wärmepumpe nur für die Raumheizung zuständig ist. Die Anschaffung ist meist günstig, allerdings verursacht diese Lösung im Betrieb höhere Stromkosten und arbeitet weniger effizient als eine Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe.

Auch Solarthermie kann die Warmwasserbereitung unterstützen. Vor allem in den Sommermonaten reicht die Sonnenenergie häufig aus, um das Wasser vollständig zu erwärmen. Dadurch kann die Wärmepumpe zeitweise abgeschaltet werden, was Strom spart und die Anlage entlastet. Dem stehen jedoch höhere Investitionskosten, zusätzlicher Platzbedarf auf dem Dach und ein vergleichsweise geringer Ertrag in den Wintermonaten gegenüber.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Warmwasserbedarf bereits vor dem Heizungstausch sorgfältig zu ermitteln. Dabei sollten unter anderem die Haushaltsgröße, das Gebäude, die Länge der Leitungswege sowie die individuellen Nutzungsgewohnheiten berücksichtigt werden. Eine gute Planung hilft, unnötige Stromkosten zu vermeiden und den gewünschten Warmwasserkomfort langfristig sicherzustellen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Nach tödlichem Unwetter: Nationalpark Sächsische Schweiz vorübergehend gesperrt

Next Post

VR Mainfranken ESG – Stabilität mit begrenztem Wachstumspotenzial