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Falsche Klimabonus-Mails im Umlauf: Betrüger wollen an Bankdaten gelangen

vivs4e (CC0), Pixabay

Kriminelle verschicken derzeit erneut gefälschte E-Mails zum Klimabonus. Darin wird behauptet, Empfänger hätten noch Anspruch auf eine Auszahlung in Höhe von 290 Euro. Tatsächlich handelt es sich um eine Phishing-Masche, mit der persönliche Daten und Online-Banking-Zugänge gestohlen werden sollen.

Die E-Mails geben vor, vom Finanzministerium zu stammen. Angeblich sei die Auszahlung des Klimabonus bisher nicht möglich gewesen. Um das Geld zu erhalten, müssten Betroffene ihre Daten ergänzen und einem Link zur angeblichen Voranmeldung folgen.

Bereits bei genauerem Hinsehen fallen jedoch mehrere Ungereimtheiten auf. Während in der E-Mail von einer Auszahlung in Höhe von 290 Euro die Rede ist, verspricht die verlinkte Internetseite plötzlich bis zu 400 Euro – einen Betrag, den es beim echten Klimabonus nie gegeben hat. Außerdem widerspricht sich die Geschichte: Einerseits soll die Auszahlung bereits gescheitert sein, andererseits sollen sich Betroffene erst noch für den Klimabonus anmelden.

Wer den Anweisungen folgt, landet auf einer Internetseite, auf der persönliche Daten und die IBAN abgefragt werden. Anschließend erscheint automatisch eine Auswahl verschiedener Banken. Dahinter verbirgt sich vermutlich der Versuch, die Nutzer auf eine gefälschte Online-Banking-Seite weiterzuleiten und dort auch noch ihre Zugangsdaten abzugreifen.

Der echte Klimabonus wurde 2022 als Ausgleich für die CO₂-Bepreisung eingeführt und automatisch ausgezahlt – ohne Antrag und ohne Voranmeldung. Mit dem Doppelbudget 2025/2026 wurde die Leistung eingestellt. Neue Klimabonus-Zahlungen gibt es seit 2025 nicht mehr. Lediglich offene Ansprüche aus den Jahren 2022 bis 2024 können noch bis Ende 2027 geltend gemacht werden, beispielsweise wenn ein Gutschein nicht eingelöst wurde. Eine Voranmeldung war dafür jedoch nie erforderlich.

Verbraucher sollten daher grundsätzlich keine Links aus entsprechenden E-Mails oder SMS öffnen. Wer prüfen möchte, ob noch ein Anspruch besteht, sollte dies ausschließlich über die offizielle Internetseite des Klimabonus tun und niemals über einen Link aus einer Nachricht. Auch persönliche Daten, Bankverbindungen oder Online-Banking-Zugangsdaten sollten niemals auf Seiten eingegeben werden, die über solche Nachrichten erreichbar sind.

Ein weiterer wichtiger Hinweis ist die Absenderadresse. Betrüger verwenden häufig E-Mail-Adressen, die offiziellen Behörden täuschend ähnlich sehen. Zudem arbeiten sie oft mit kurzen Fristen und Zeitdruck, um ihre Opfer zu unüberlegtem Handeln zu bewegen.

Wer bereits persönliche Daten oder Online-Banking-Zugangsdaten eingegeben hat, sollte sofort seine Bank informieren und die Zugangsdaten ändern. Da die Täter nun über persönliche Informationen verfügen, ist außerdem besondere Vorsicht geboten. Häufig folgen später weitere Betrugsversuche mit ähnlichen Maschen.

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