Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Warnung vor der Website klauskassner.com veröffentlicht. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bieten die bislang unbekannten Betreiber dort insbesondere Festgeldanlagen sowie weitere Bank- und Finanzdienstleistungen an, ohne über die erforderliche Erlaubnis zu verfügen.
Die Warnung wurde am 9. Juli 2026 veröffentlicht.
Identitätsdiebstahl zulasten eines beaufsichtigten Instituts
Nach Angaben der BaFin wird die Website klauskassner.com nicht von dem beaufsichtigten Wertpapierinstitut Klaus Kassner betrieben. Vielmehr handelt es sich nach Einschätzung der Finanzaufsicht um einen Identitätsdiebstahl.
Die Täter nutzen offenbar den Namen eines regulierten Finanzinstituts, um bei Anlegern Vertrauen zu schaffen und ihre Angebote seriös erscheinen zu lassen.
Warnung vor unseriösen Festgeldangeboten
Die BaFin weist ausdrücklich auf die Risiken der über die Website beworbenen Festgeldangebote hin. Unseriöse Anbieter locken häufig mit überdurchschnittlich hohen Zinssätzen und vermitteln den Eindruck einer sicheren Geldanlage. Tatsächlich fehlen jedoch die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erbringung der angebotenen Bank- und Finanzdienstleistungen.
Verbraucher sollten daher besonders vorsichtig sein, wenn:
- ungewöhnlich hohe Festgeldzinsen versprochen werden,
- Zeitdruck für eine Anlageentscheidung aufgebaut wird,
- Einzahlungen auf unbekannte oder ausländische Konten verlangt werden,
- oder sich die Identität des Anbieters nicht eindeutig überprüfen lässt.
Erlaubnis ist gesetzlich vorgeschrieben
In Deutschland dürfen Bankgeschäfte, Finanz-, Wertpapier-, Kryptowerte-Dienstleistungen sowie Zahlungsdienste nur mit einer entsprechenden Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Unternehmen ohne diese Zulassung unterliegen nicht der laufenden Aufsicht und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen für den Anlegerschutz nicht.
Vor einer Investition empfiehlt die BaFin deshalb, die Zulassung eines Anbieters in der offiziellen Unternehmensdatenbank der Behörde zu überprüfen.
Identitätsmissbrauch nimmt weiter zu
Der Fall reiht sich in eine zunehmende Zahl von Betrugsfällen ein, bei denen Kriminelle die Namen regulierter Finanzunternehmen missbrauchen. Mit professionell gestalteten Internetseiten und täuschend echten Unternehmensangaben versuchen sie, Anleger zu Geldüberweisungen oder zur Preisgabe persönlicher Daten zu bewegen.
Fazit
Mit ihrer aktuellen Warnung macht die BaFin auf einen mutmaßlichen Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit der Website klauskassner.com aufmerksam. Die Plattform steht nach Angaben der Finanzaufsicht in keinerlei Verbindung zum beaufsichtigten Wertpapierinstitut Klaus Kassner. Anleger sollten den beworbenen Festgeldangeboten mit größter Vorsicht begegnen und vor einer Geldanlage stets prüfen, ob der Anbieter über eine gültige behördliche Zulassung verfügt.
Hier die Bafin-Meldung:
klauskassner(.)com: Bafin warnt vor Festgeldangeboten und weist auf Identitätsdiebstahl hin
Die Finanzaufsicht Bafin warnt insbesondere vor Festgeldangeboten über die Website klauskassner(.)com. Es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber dort ohne die erforderliche Erlaubnis Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte anbieten. Die Website wird nicht von dem von der Bafin beaufsichtigten Wertpapierinstitut Klaus Kassner betrieben. Es handelt sich um einen Identitätsdiebstahl.
09.07.2026
Die Bafin warnt vor unseriösen Festgeldangeboten.
Wer in Deutschland Bankgeschäfte, Finanz-, Wertpapier-, Kryptowerte-Dienstleistungen oder Zahlungsdienste anbietet, benötigt dazu die Erlaubnis der Bafin. Einige Unternehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch ohne die erforderliche Erlaubnis an. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der Bafin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.
Die Information der Bafin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.