Die Windpark Westersielzug GmbH & Co. KG hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Das Unternehmen konnte seine Stromerlöse deutlich steigern und erneut einen Gewinn erwirtschaften. Gleichzeitig wurden bestehende Bankdarlehen weiter zurückgezahlt und Ausschüttungen an die Gesellschafter vorgenommen. Der Lagebericht zeigt, dass der Windpark wirtschaftlich stabil arbeitet und die Geschäftsführung auch für die kommenden Jahre von einer positiven Entwicklung ausgeht.
Der Windpark betreibt in der Gemeinde Westersielzug eine moderne Windenergieanlage des Herstellers Nordex mit einer Leistung von 3,6 Megawatt, einer Nabenhöhe von 91 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern. Die Anlage erzeugt elektrischen Strom, der im Rahmen der Direktvermarktung verkauft wird. Darüber hinaus wurde eine Bürgerbeteiligung umgesetzt, wodurch sich Anwohner finanziell am Windpark beteiligen konnten. Nach Angaben des Unternehmens stärkt dieses Modell die Akzeptanz der Windenergie in der Region.
Besonders erfreulich entwickelte sich der Umsatz. Die Erlöse aus dem Stromverkauf stiegen von rund 614.000 Euro im Vorjahr auf 776.500 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 26 Prozent. Gleichzeitig erzielte die Gesellschaft weitere betriebliche Erträge von rund 132.000 Euro, die überwiegend aus Sicherungsgeschäften stammen. Insgesamt erwirtschaftete der Windpark einen Jahresüberschuss von knapp 99.000 Euro. Damit fiel der Gewinn zwar geringer aus als im außergewöhnlich starken Vorjahr, dennoch bleibt das Unternehmen klar in der Gewinnzone.
Die Bilanzsumme verringerte sich zum Jahresende von rund 7,26 Millionen Euro auf etwa 6,31 Millionen Euro. Hauptgrund hierfür sind die planmäßigen Abschreibungen auf die Windenergieanlage sowie der weitere Abbau der Finanzierungsdarlehen. Das Anlagevermögen beträgt weiterhin knapp 6 Millionen Euro und besteht nahezu vollständig aus der Windkraftanlage, die den wichtigsten Vermögenswert des Unternehmens darstellt.
Auch auf der Finanzierungsseite wurden Fortschritte erzielt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von rund 4,08 Millionen Euro auf 3,71 Millionen Euro. Damit setzt das Unternehmen den kontinuierlichen Schuldenabbau fort. Gleichzeitig bestehen keine Verbindlichkeiten mehr gegenüber verbundenen Unternehmen. Die verbleibenden Darlehen sind durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen der Windenergieanlage sowie Forderungsabtretungen abgesichert – ein in der Windenergiebranche übliches Finanzierungsmodell.
Das Eigenkapital verringerte sich von rund 2,88 Millionen Euro auf 2,38 Millionen Euro. Ursache hierfür waren nicht wirtschaftliche Verluste, sondern Liquiditätsausschüttungen an die Gesellschafter. Trotz dieser Ausschüttungen verfügt das Unternehmen weiterhin über eine solide Eigenkapitalbasis.
Die liquiden Mittel gingen im Laufe des Jahres von rund 524.000 Euro auf knapp 149.000 Euro zurück. Gleichzeitig bestehen Forderungen aus Stromlieferungen gegenüber dem Direktvermarkter in Höhe von rund 111.000 Euro, sodass weiterhin ausreichende Mittel für den laufenden Geschäftsbetrieb zur Verfügung stehen.
Im Lagebericht weist die Geschäftsführung darauf hin, dass die Windenergiebranche insgesamt weiter wächst. Im Jahr 2025 wurden deutschlandweit deutlich mehr Windenergieanlagen errichtet als im Vorjahr. Für die kommenden Jahre erwartet die Branche einen weiteren kräftigen Ausbau der Windkraft. Auch der Windpark Westersielzug profitiert von den langfristigen Förderbedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Durch den garantierten Vergütungssatz sowie den standortabhängigen Korrekturfaktor sieht das Unternehmen seine wirtschaftliche Entwicklung auch bei schwankenden Strompreisen langfristig abgesichert.
Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestehen derzeit keine existenzbedrohenden Risiken. Die moderne Windenergieanlage entspreche dem aktuellen Stand der Technik und werde regelmäßig gewartet. Langfristige Verträge sowie die gesetzliche Förderung sorgten für stabile Rahmenbedingungen. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen erneut mit einem positiven Jahresergebnis und einer weiterhin soliden Liquiditätslage.
Insgesamt präsentiert sich die Windpark Westersielzug GmbH & Co. KG wirtschaftlich stabil. Steigende Stromerlöse, kontinuierlich sinkende Bankverbindlichkeiten und ein erneuter Jahresüberschuss zeigen, dass sich der Windpark erfolgreich entwickelt. Gleichzeitig unterstreicht der optimistische Ausblick der Geschäftsführung die Erwartung, dass die Anlage auch in den kommenden Jahren einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Stromversorgung leisten und wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann.