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Schwaches Windjahr, hohe Verluste: Was Anleger beim Windpark Buchhain II jetzt wissen sollten

geralt (CC0), Pixabay

Die Planet energy Windpark Buchhain II GmbH & Co. KG blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 zurück. Aus Anlegersicht fällt die Bilanz gemischt aus: Zwar blieb der technische Betrieb der Windenergieanlagen weitgehend stabil und die Gesellschaft ist weiterhin zahlungsfähig, wirtschaftlich verfehlte das Unternehmen jedoch erneut seine Erwartungen deutlich.

Besonders ins Gewicht fällt die Stromproduktion. Mit rund 6,17 Millionen Kilowattstunden lag die Erzeugung rund 46 Prozent unter der im Ertragsgutachten kalkulierten Menge. Als Hauptursache nennt die Geschäftsführung das außergewöhnlich geringe Windaufkommen im Jahr 2025. Die technische Verfügbarkeit der Anlagen lag mit knapp 98 Prozent dagegen sogar über dem vertraglich vereinbarten Zielwert von 97 Prozent. Das spricht dafür, dass nicht technische Mängel, sondern tatsächlich die Witterung ausschlaggebend für das schlechte Ergebnis waren.

Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf rund 602.000 Euro und lagen sogar 44 Prozent unter der ursprünglichen Planung. Gleichzeitig entstand ein Jahresfehlbetrag von rund 366.000 Euro. Damit verschlechterte sich auch das Eigenkapital weiter: Es schrumpfte von rund 843.000 Euro auf lediglich 477.000 Euro. Ursache hierfür ist insbesondere das weiter angewachsene Verlustsonderkonto der Kommanditistin.

Positiv ist hingegen, dass die Gesellschaft ihre Darlehen weiterhin planmäßig bedient. Im Berichtsjahr wurden rund 453.000 Euro an Bankkrediten getilgt. Zudem verfügte das Unternehmen zum Bilanzstichtag über liquide Mittel von rund 388.000 Euro. Allerdings ist ein Großteil davon – rund 273.000 Euro – als Sicherheit für die finanzierenden Banken gebunden und steht nicht frei zur Verfügung.

Für Anleger mit Genussrechten dürfte besonders interessant sein, dass auch im Jahr 2025 weder Ausschüttungen noch Rückzahlungen auf das Genussrechtskapital erfolgten. Die Genussrechte über insgesamt 3,4 Millionen Euro laufen noch bis Ende 2032 und können vorzeitig nicht gekündigt werden. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt daher entscheidend dafür, ob künftig wieder Auszahlungen möglich werden.

Auch der Ausblick gibt nur begrenzt Anlass zu Optimismus. Die Geschäftsführung rechnet zwar bei einem normalen Windjahr wieder mit deutlich höheren Stromerträgen und Umsätzen zwischen 967.000 und 1,18 Millionen Euro. Dennoch wird selbst für 2026 erneut ein Jahresverlust zwischen 329.000 und 402.000 Euro erwartet. Damit zeigt sich, dass selbst eine Rückkehr zu durchschnittlichen Windverhältnissen voraussichtlich nicht ausreichen würde, um nachhaltig in die Gewinnzone zurückzukehren.

Fazit aus Anlegersicht:

Die Bilanz zeigt ein Unternehmen, das operativ stabil arbeitet, dessen wirtschaftlicher Erfolg jedoch stark von äußeren Faktoren wie dem Windaufkommen abhängt. Positiv sind die solide technische Verfügbarkeit, die gesicherte EEG-Vergütung bis Ende 2032 und die weiterhin gesicherte Zahlungsfähigkeit. Kritisch zu bewerten sind hingegen die deutliche Verfehlung der Planwerte, der erneute Verlust, das weiter sinkende Eigenkapital sowie die Prognose, die selbst unter normalen Wetterbedingungen weiterhin rote Zahlen vorsieht. Für Anleger bedeutet dies, dass die wirtschaftliche Erholung derzeit unsicher bleibt und Ausschüttungen weiterhin nicht selbstverständlich sind.

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