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Energiequelle Windpark Feldheim 2006 KG: Gewinn sinkt trotz höherer Stromproduktion – Direktvermarktung belastet Ergebnis

geralt (CC0), Pixabay

Die Energiequelle GmbH & Co. Windpark Feldheim 2006 KG hat das Geschäftsjahr 2024 trotz einer leicht gestiegenen Stromproduktion mit einem deutlich niedrigeren Gewinn abgeschlossen. Hauptursache waren die erheblich gesunkenen Strompreise in der Direktvermarktung, die die höheren Einspeisemengen mehr als aufzehrten.

Der Jahresüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 36 Prozent auf 1,075 Millionen Euro. Im Jahr 2023 hatte die Gesellschaft noch einen Gewinn von 1,672 Millionen Euro erzielt. Auch das Betriebsergebnis ging deutlich zurück und sank von 1,79 Millionen Euro auf 1,22 Millionen Euro.

Sinkende Strompreise belasten Erlöse

Die Umsatzerlöse fielen von 2,596 Millionen Euro auf 1,928 Millionen Euro, obwohl die zehn Windenergieanlagen aufgrund eines etwas besseren Windjahres sogar mehr Strom erzeugten als im Vorjahr. Ausschlaggebend war nach Angaben der Geschäftsführung der starke Rückgang der Marktpreise für Windstrom.

Der durchschnittliche Marktwert für Windenergie an Land sank 2024 bundesweit auf 6,29 Cent je Kilowattstunde, nachdem 2023 noch 7,62 Cent und im Rekordjahr 2022 sogar 19,32 Cent erzielt worden waren. Gerade Betreiber, die einen großen Teil ihres Stroms direkt vermarkten, bekommen diese Preisentwicklung unmittelbar zu spüren.

Hohe Liquidität trotz großer Ausschüttungen

Die Gesellschaft bleibt finanziell solide aufgestellt. Zwar gingen die liquiden Mittel von 1,88 Millionen Euro auf 1,10 Millionen Euro zurück, Grund hierfür waren jedoch vor allem Entnahmen der Gesellschafter in Höhe von 2 Millionen Euro, die deutlich über dem Jahresüberschuss lagen. Dennoch betont die Geschäftsführung, dass sämtliche Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden konnten und die Finanzlage unverändert gut sei.

Windpark versorgt auch das Dorf Feldheim

Eine Besonderheit der Gesellschaft ist ihr Geschäftsmodell. Die zehn Windenergieanlagen erzeugen nicht nur Strom für die Direktvermarktung, sondern beliefern über ein eigenes Stromnetz auch Endverbraucher im brandenburgischen Feldheim. Damit ist das Unternehmen sowohl in der Stromerzeugung als auch im Stromvertrieb und in der Stromverteilung aktiv.

Kosten bleiben weitgehend stabil

Positiv entwickelte sich die Kostenseite. Der betriebliche Aufwand sank um rund 12 Prozent, insbesondere weil die Vertriebskosten der Direktvermarktung zurückgingen. Höhere Reparatur- und Betriebskosten konnten diesen Effekt nur teilweise kompensieren. Die Windenergieanlagen sind inzwischen vollständig abgeschrieben, wodurch künftig allerdings mit einem höheren Wartungsaufwand gerechnet wird.

Optimistischer Ausblick

Für die Jahre 2025 und 2026 erwartet die Geschäftsführung trotz eines bislang etwas schwächeren Windjahres stabile Ergebnisse. Geplant sind jeweils Jahresüberschüsse von rund 1,1 Millionen Euro. Risiken sieht das Unternehmen weiterhin vor allem in den Wetterbedingungen sowie in den schwankenden Strompreisen. Positiv bewertet die Gesellschaft ihre fehlende Fremdfinanzierung, wodurch keine Zinsänderungsrisiken bestehen.

Kritische Einordnung aus Anlegersicht

Aus Sicht von Investoren zeigt der Jahresabschluss, wie stark Windparkbetreiber inzwischen von den Entwicklungen an den Strommärkten abhängig sind. Obwohl mehr Strom produziert wurde, sank der Gewinn deutlich, weil die Erlöse aus der Direktvermarktung erheblich niedriger ausfielen. Das unterstreicht die wachsende Bedeutung der Strompreisentwicklung für die Wirtschaftlichkeit bestehender Windparks.

Positiv hervorzuheben sind die weiterhin solide Liquiditätslage, die fehlende Verschuldung und die stabile operative Ertragskraft. Gleichzeitig zeigt der Abschluss, dass selbst wirtschaftlich gut aufgestellte Windparks die Preisrückgänge am Strommarkt nicht vollständig ausgleichen können. Für Anleger bleibt die Energiequelle GmbH & Co. Windpark Feldheim 2006 KG dennoch ein vergleichsweise robustes Unternehmen mit planbaren Erträgen, dessen Ergebnisse künftig jedoch stärker von den Marktpreisen als vom Windaufkommen beeinflusst werden dürften.

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