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Continental trennt sich von Contitech: Milliardenverkauf macht Konzern zum reinen Reifenhersteller

AutoPhotography (CC0), Pixabay

Der Technologiekonzern Continental setzt seinen tiefgreifenden Konzernumbau fort und verkauft seine Kunststofftechnik-Tochter Contitech an den US-Finanzinvestor Lone Star Funds. Der vereinbarte Unternehmenswert beläuft sich auf vier Milliarden Euro. Zusätzlich wurden erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 250 Millionen Euro vereinbart, die in den kommenden Jahren fällig werden können.

Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Continental rechnet damit, den Verkauf bis Ende des Jahres abzuschließen.

Mit dem Verkauf endet für den DAX-Konzern ein weiteres Kapitel seiner jahrzehntelangen Industriegeschichte. Nachdem bereits die Autozuliefersparte Aumovio abgespalten wurde, konzentriert sich Continental künftig vollständig auf das Reifengeschäft.

Contitech zählt zu den weltweit bedeutenden Anbietern von Industrieprodukten aus Kunststoff und Kautschuk. Das Unternehmen produziert unter anderem Schläuche, Antriebsriemen, Förderbänder sowie weitere technische Komponenten für zahlreiche Industriezweige. Weltweit beschäftigt die Sparte mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 7.700 in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr hatte Contitech Werkschließungen an mehreren deutschen Standorten angekündigt.

Auch die Aktionäre sollen von dem Verkauf profitieren. Continental erwartet aus der Transaktion einen Mittelzufluss von rund 3,1 Milliarden Euro. Davon sollen 2,5 Milliarden Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Nach Angaben des Unternehmens kommen dafür sowohl eine Sonderdividende als auch ein Aktienrückkauf mit zusätzlicher Ausschüttung in Betracht.

Mit dem Milliardenverkauf vollzieht Continental einen der größten strategischen Schritte seiner jüngeren Unternehmensgeschichte. Der Konzern richtet sich künftig konsequent auf das Reifengeschäft aus, während Contitech unter dem Dach des US-Investors Lone Star seine Entwicklung als eigenständiges Industrieunternehmen fortsetzen soll.

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