Die Hofbrauhaus Wolters Service GmbH mit Firmensitz Wolfenbütteler Straße 39, 38102 Braunschweig befindet sich im Insolvenzeröffnungsverfahren. Das Amtsgericht Braunschweig hat am 3. Juli 2026 um 11:24 Uhr unter dem Aktenzeichen 275 IN 245/26 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 204007 eingetragen und wird von den Geschäftsführern Marco Bittner und Markus Prenzlow vertreten.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Torsten Gutmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH in Braunschweig. Gleichzeitig wurde angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft über ihr Vermögen nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Darüber hinaus wurden die Schuldner der Gesellschaft aufgefordert, Zahlungen ausschließlich unter Beachtung der gerichtlichen Anordnung zu leisten. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Vermögen der Gesellschaft bis zur Entscheidung über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu sichern und die Gläubigerinteressen zu wahren.
Nach dem im Handelsregister eingetragenen Unternehmensgegenstand erbringt die Hofbrauhaus Wolters Service GmbH Dienstleistungen für Unternehmen der Brauerei- und Getränkebranche. Hierzu zählen insbesondere kaufmännische, organisatorische und technische Serviceleistungen, Verwaltungsaufgaben, Logistik- und Vertriebsunterstützung sowie Dienstleistungen in den Bereichen Personal, Marketing, Einkauf und Unternehmensorganisation. Die Gesellschaft übernimmt damit zentrale Servicefunktionen innerhalb der Unternehmensgruppe.
Als Dienstleistungsgesellschaft der traditionsreichen Braunschweiger Brauereigruppe unterstützt die Hofbrauhaus Wolters Service GmbH die operativen Gesellschaften bei einer Vielzahl betrieblicher Aufgaben. Ziel dieser Struktur ist die Bündelung zentraler Dienstleistungen, um Verwaltung, Einkauf, Vertrieb und organisatorische Abläufe effizienter zu gestalten. Dadurch können sich die operativen Gesellschaften stärker auf Produktion, Abfüllung und Vermarktung der Getränke konzentrieren.
Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung steht in engem Zusammenhang mit den ebenfalls eingeleiteten Insolvenzantragsverfahren weiterer Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Der vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter wird nun die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft analysieren und prüfen, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens vorliegen. Gleichzeitig wird untersucht, ob Möglichkeiten für eine Sanierung oder Fortführung der Servicegesellschaft bestehen. Bis zu einer Entscheidung des Insolvenzgerichts bleiben die angeordneten Sicherungsmaßnahmen bestehen und dienen dem Schutz der Insolvenzmasse sowie der Gläubigerinteressen.