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Wanise meint: Frankreich schaltet in den Favoritenmodus – und Paraguay sollte jetzt ganz genau hinschauen

Frankreich macht dort weiter, wo Titelkandidaten eben weitermachen: gewinnen, überzeugen und dabei kaum ins Schwitzen geraten. Mit einem souveränen 3:0 gegen Schweden marschieren die Bleus ins Achtelfinale und schicken schon mal eine deutliche Botschaft an die Konkurrenz. Der nächste Gegner? Ausgerechnet Paraguay – der Deutschland-Schreck. Aber eines dürfte klar sein: Zwischen einem sensationellen Elfmeterschießen gegen die DFB-Elf und einer Partie gegen diese französische Offensivmaschine liegen fußballerische Welten.

Dabei hielten die Schweden zunächst erstaunlich gut dagegen. Rund eine Viertelstunde lang schien der Außenseiter tatsächlich daran zu glauben, Frankreich ärgern zu können. Doch dann passierte das, was gegen Mbappé und Co. eben fast immer passiert: Irgendwann findet einer die Lücke. Und wenn er sie nicht findet, erschafft er sie einfach selbst.

Kylian Mbappé eröffnete den Abend kurz vor der Pause mit seinem ersten Treffer – psychologisch natürlich der perfekte Zeitpunkt. Schweden durfte sich gerade Gedanken über die Halbzeitansprache machen, da lag der Ball schon im Netz. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bradley Barcola eiskalt auf 2:0 und spätestens da war klar: Die Franzosen würden sich dieses Ticket fürs Achtelfinale nicht mehr nehmen lassen. Mbappé setzte mit seinem zweiten Treffer schließlich den Schlusspunkt unter einen Auftritt, der so souverän war wie ein französischer Kellner beim Servieren eines Croissants.

Fast ein wenig unter ging dabei die Gala von Michael Olise. Der Bayern-Profi zeigte, warum er inzwischen zu den spannendsten Offensivspielern Europas gehört. Zwei traumhafte Vorlagen, jede Menge Kreativität und ständig anspielbar – Schweden bekam ihn über die gesamte Spielzeit nicht in den Griff. Wenn Mbappé die Schlagzeilen bekommt, dann hat Olise sie mindestens mitgeschrieben.

Dabei darf man den Schweden keinen mangelnden Einsatz vorwerfen. Elliot Stroud hatte vor der Pause sogar die große Möglichkeit zum Ausgleich, Viktor Gyökeres hätte kurz vor Schluss zumindest noch den Ehrentreffer erzielen können. Doch gegen eine Mannschaft wie Frankreich muss man solche Chancen nutzen – sonst wird man gnadenlos bestraft. Genau das ist passiert.

Frankreich wirkt bei dieser Weltmeisterschaft bislang wie eine Mannschaft, die genau weiß, wann sie das Tempo anzieht und wann sie Kräfte spart. Kein Spektakel um des Spektakels willen, sondern beeindruckende Effizienz. Die Bleus mussten nie an ihre absolute Leistungsgrenze gehen und hatten das Spiel trotzdem jederzeit unter Kontrolle.

Jetzt wartet Paraguay. Die Südamerikaner haben Deutschland sensationell aus dem Turnier geworfen und dürfen sich zu Recht feiern lassen. Doch wer glaubt, Frankreich würde sich davon beeindrucken lassen, dürfte sich täuschen. Die Bleus haben heute eindrucksvoll bewiesen, warum sie zu den größten Titelfavoriten gehören. Wenn Mbappé weiter in dieser Form trifft und Olise seine Mitspieler weiter so bedient, dann wird es für jeden Gegner verdammt schwer.

Frankreich ist angekommen bei dieser WM. Und die Konkurrenz sollte langsam anfangen, sich ernsthafte Sorgen zu machen.

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