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Ferienstart im Norden: Millionen Reisende erwartet – ADAC warnt vor massivem Stauwochenende

bytrangle (CC0), Pixabay

Für Hunderttausende Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen und Bremen beginnen mit der Zeugnisausgabe heute die lang ersehnten Sommerferien. Damit startet zugleich eine der verkehrsreichsten Reisephasen des Jahres. Der ADAC rechnet bereits ab Freitagnachmittag mit erheblichen Verkehrsbehinderungen auf Deutschlands Autobahnen und warnt vor einem besonders staureichen Wochenende.

Die Situation verschärft sich zusätzlich dadurch, dass am Freitag auch die Sommerferien in Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnen. Damit machen sich zeitgleich Familien aus gleich fünf Bundesländern auf den Weg in den Urlaub. Hinzu kommt der übliche Berufsverkehr zum Wochenausklang, sodass sich Pendler und Ferienreisende vielerorts die Straßen teilen werden.

Nach Einschätzung des ADAC dürfte insbesondere der Freitagnachmittag zu den verkehrsreichsten Zeiten des gesamten Sommers gehören. Erfahrungsgemäß bilden sich bereits ab den frühen Nachmittagsstunden lange Staus rund um Ballungsräume sowie an Autobahnkreuzen. Auch der Samstag dürfte kaum Entspannung bringen, da zahlreiche Urlauber bewusst erst am Wochenende aufbrechen.

Besonders belastet werden nach Prognosen die klassischen Ferienrouten in Richtung Süden. Dazu zählen unter anderem die Autobahnen in Richtung Bayern, Österreich, Italien, Kroatien und die Schweiz. Gleichzeitig erwartet der Automobilclub dichten Verkehr auf den Strecken zu den deutschen Küsten. Vor allem die Autobahnen in Richtung Nordsee und Ostsee dürften stark frequentiert sein, da viele Familien ihren Urlaub innerhalb Deutschlands verbringen.

Zu den besonders staugefährdeten Strecken zählen unter anderem die A1, A2, A3, A5, A7, A8, A9 und A24 sowie zahlreiche Autobahnabschnitte rund um Hamburg, Hannover, Bremen, Berlin, Frankfurt, München und das Ruhrgebiet. Zusätzlich sorgen zahlreiche Baustellen auf den Fernstraßen dafür, dass sich der Verkehr vielerorts weiter verlangsamt.

Der ADAC weist darauf hin, dass Freitage und Sonntage traditionell die stauintensivsten Tage während der Ferienzeit sind. Während am Freitag viele Urlauber ihre Reise beginnen, kehren sonntags zahlreiche Kurzurlauber zurück oder wechseln ihre Ferienunterkünfte. In diesem Jahr dürfte jedoch auch der Samstag außergewöhnlich stark belastet sein, weil mehrere Bundesländer zeitgleich in die Sommerferien starten.

Autofahrern wird deshalb empfohlen, ihre Abfahrt möglichst auf die frühen Morgenstunden oder den späten Abend zu legen. Wer flexibel ist, sollte besonders die Stoßzeiten am Freitagnachmittag zwischen etwa 13 und 19 Uhr sowie den Samstagvormittag meiden. Eine sorgfältige Routenplanung und aktuelle Verkehrsinformationen können helfen, längere Wartezeiten zu vermeiden.

Auch an den Grenzen zu den Nachbarstaaten müssen Reisende mit Verzögerungen rechnen. Grenzkontrollen sowie das hohe Verkehrsaufkommen können dort zusätzlich zu längeren Wartezeiten führen. Wer ins Ausland fährt, sollte deshalb ausreichend Zeit einplanen und sich vor Reisebeginn über die aktuelle Verkehrslage informieren.

Mit dem Ferienbeginn in weiteren Bundesländern nimmt die Reisesaison nun bundesweit deutlich an Fahrt auf. In den kommenden Wochen werden Millionen Menschen auf Deutschlands Autobahnen unterwegs sein. Verkehrsexperten rechnen deshalb damit, dass sich die angespannte Verkehrslage bis weit in den August hinein fortsetzen wird. Für viele Urlauber wird Geduld damit zu einem ebenso wichtigen Reisebegleiter wie Koffer, Sonnencreme und Navigationsgerät.

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