Die Windpark Geldern GmbH hat das Geschäftsjahr 2024 erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Wie aus dem nun veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, erzielte die Projektgesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 3.459 Euro, nachdem bereits im Gründungsjahr 2023 ein kleiner Verlust von 247 Euro angefallen war. Das Eigenkapital verringerte sich dadurch von rund 24.800 Euro auf 21.300 Euro.
Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase. Nennenswerte Vermögenswerte oder operative Geschäftstätigkeiten weist die Bilanz noch nicht aus. Das gesamte Vermögen besteht nahezu ausschließlich aus Bankguthaben in Höhe von 24.593 Euro. Anlagevermögen oder laufende Umsatzerlöse werden noch nicht ausgewiesen.
Der Unternehmenszweck besteht in der Planung, Errichtung und dem späteren Betrieb von Windenergieanlagen in der Gemeinde Geldern sowie der Erzeugung und Vermarktung von Strom aus Windenergie. Die Gesellschaft wurde erst Ende August 2023 gegründet und im Oktober desselben Jahres ins Handelsregister eingetragen.
Der Verlust des Jahres 2024 entstand nahezu vollständig durch Verwaltungs- und Abschlusskosten. Allein die Erstellung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses verursachte Aufwendungen von rund 3.300 Euro. Hinzu kamen lediglich geringe sonstige Verwaltungskosten. Eigene Mitarbeiter beschäftigt die Gesellschaft weiterhin nicht.
Auch Rückstellungen wurden ausschließlich für die Erstellung des Jahresabschlusses gebildet. Verbindlichkeiten gegenüber Banken oder anderen Gläubigern bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Alleinige Gesellschafterin der Windpark Geldern GmbH ist die Grünwerke GmbH. Über die Beteiligungsstruktur wird die Gesellschaft in den IFRS-Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG einbezogen. Geschäftsführer ist Ralf Zischke, der seine Tätigkeit laut Anhang ohne Vergütung für die Gesellschaft ausübt.
Der Jahresabschluss macht deutlich, dass sich das Unternehmen weiterhin in der Vorbereitungs- und Planungsphase des Windparkprojekts befindet. Investitionen in Windenergieanlagen oder sonstige Vermögensgegenstände wurden bislang noch nicht vorgenommen. Entsprechend fallen derzeit ausschließlich Verwaltungskosten an, während operative Erträge noch ausbleiben.
Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt die Geschäftsführung vor, den Jahresfehlbetrag vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. Langfristig soll die Gesellschaft nach Abschluss der Planungs- und Genehmigungsphase in den Bau und den Betrieb des Windparks einsteigen. Bis dahin bleibt die Windpark Geldern GmbH eine schlank aufgestellte Projektgesellschaft ohne operative Geschäftstätigkeit.