Die Planet energy Windpark Langenbrügge GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust abgeschlossen. Verantwortlich dafür war vor allem ein windschwaches Jahr, das die Stromproduktion und damit auch die Erlöse deutlich belastete. Während 2024 noch ein Jahresüberschuss von rund 29.500 Euro erzielt wurde, weist das Unternehmen für 2025 einen Jahresfehlbetrag von knapp 72.900 Euro aus.
Die Umsatzerlöse gingen von rund 856.500 Euro auf 756.400 Euro zurück. Nach Angaben der Geschäftsführung blieb die Stromerzeugung mit 7,3 Millionen Kilowattstunden rund 27 Prozent unter den Planungen, da das Windaufkommen in nahezu allen Monaten des Jahres geringer ausfiel als erwartet. Auch die technische Verfügbarkeit der Anlagen lag mit 96,08 Prozent leicht unter dem angestrebten Wert.
Die Bilanzsumme verringerte sich von 2,11 Millionen Euro auf 1,76 Millionen Euro. Das Anlagevermögen ist inzwischen nahezu vollständig abgeschrieben – die Windenergieanlagen stehen bilanziell nur noch mit einem Erinnerungswert von einem Euro in den Büchern, obwohl sie weiterhin Strom erzeugen. Allein im Jahr 2025 wurden Abschreibungen von mehr als 505.000 Euro verbucht.
Gleichzeitig setzte die Gesellschaft die Rückführung ihres Genussrechtskapitals fort. Dieses sank innerhalb eines Jahres von rund 1,81 Millionen Euro auf 1,51 Millionen Euro. Insgesamt wurden seit Beginn des Finanzierungsmodells bereits fast 894.000 Euro an die Anleger zurückgezahlt. Die Laufzeit des Genussrechtskapitals endet Ende 2030.
Positiv entwickelte sich dagegen die Liquidität. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen von 1,43 Millionen Euro auf 1,62 Millionen Euro. Zudem wurde das ursprünglich aufgenommene Bankdarlehen vollständig zurückgezahlt. Nach Angaben der Geschäftsführung war die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens im gesamten Geschäftsjahr jederzeit gesichert.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die Gesellschaft vorsichtig optimistisch. Bei einem durchschnittlichen Windaufkommen werden höhere Stromerträge und Umsätze zwischen 863.000 Euro und 1,06 Millionen Euro erwartet. Dennoch rechnet die Geschäftsführung erneut mit einem leichten Jahresverlust zwischen 65.000 und 80.000 Euro, unter anderem aufgrund laufender Vergütungen an die Genussrechtsinhaber.
Als größte Risiken nennt das Unternehmen weiterhin schwankende Windverhältnisse, technische Ausfälle sowie mögliche Eingriffe in den Netzbetrieb. Gleichzeitig könnten ein windstärkeres Jahr oder dauerhaft hohe Strompreise die Ertragslage wieder verbessern. Insgesamt sieht die Geschäftsführung derzeit keine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft.