Am Hannover Airport ist bei Bauarbeiten eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Blindgänger soll noch am heutigen Vormittag kontrolliert gesprengt werden. Nach Angaben der Stadt Langenhagen besteht für Anwohnerinnen und Anwohner keine unmittelbare Gefahr. Dennoch könnte es rund um den Flughafen zeitweise zu Einschränkungen und Verzögerungen im Flugbetrieb kommen.
Gefunden wurde die Granate im Rahmen geplanter Kampfmitteluntersuchungen auf dem Gelände der Nordbahn des Flughafens. Dort laufen derzeit umfangreiche Modernisierungsarbeiten. Solche Untersuchungen gehören bei größeren Bauprojekten in Deutschland vielerorts zur Routine, da insbesondere ehemalige Industrie- und Verkehrsstandorte noch immer mit Kriegsmaterial belastet sein können.
Nach Angaben der Behörden wurde der Blindgänger innerhalb eines abgesperrten und gesicherten Baustellenbereichs entdeckt. Experten stellten fest, dass die Granate nicht transportfähig ist. Deshalb entschieden sich die Einsatzkräfte für eine kontrollierte Sprengung direkt am Fundort. Diese sollte laut Stadtverwaltung zwischen 10 Uhr und 10.30 Uhr durchgeführt werden.
Eine Evakuierung der umliegenden Wohngebiete sei nicht erforderlich, da sich die Fundstelle vollständig innerhalb des gesicherten Baufeldes befinde. Auch der reguläre Zugang zum Flughafen bleibt grundsätzlich möglich. Der Airport bleibt für Reisende geöffnet, allerdings kann es abhängig vom Verlauf der Sprengung kurzfristig zu Verzögerungen bei Starts und Landungen kommen.
Der Fund zeigt erneut, dass die Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs Deutschland bis heute beschäftigen. Noch immer werden bei Bauarbeiten regelmäßig:
- Fliegerbomben,
- Granaten,
- Munition
- oder andere Kampfmittel entdeckt.
Besonders betroffen sind Regionen mit früheren Industrieanlagen, Bahnhöfen, Flughäfen oder militärischer Infrastruktur. Experten schätzen, dass noch zahlreiche Blindgänger im Boden liegen.
Allein in Niedersachsen müssen Kampfmittelräumdienste jedes Jahr hunderte Verdachtsfälle überprüfen. Viele Funde verlaufen glimpflich, doch größere Bombenfunde führen regelmäßig zu umfangreichen Evakuierungen mit tausenden betroffenen Menschen. In diesem Fall konnte auf solche Maßnahmen verzichtet werden, weil die Granate innerhalb des abgesicherten Baustellenbereichs lag.
Die kontrollierte Sprengung erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes überwachen dabei sowohl die Absperrung als auch die eigentliche Detonation. Ziel ist es, die alte Munition möglichst sicher und kontrolliert unschädlich zu machen.
Für Reisende am Hannover Airport bedeutet der Vorfall vor allem mögliche Wartezeiten. Der Flughafen empfiehlt Passagieren dennoch, ihre Reise wie geplant anzutreten und aktuelle Flugzeiten im Blick zu behalten.