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Solide Basis, schwache Rendite: Lupus alpha Volatility Risk-Premium 2025 aus Anlegersicht

geralt (CC0), Pixabay

Der Lupus alpha Volatility Risk-Premium erzielte 2025 eine positive, aber eher verhaltene Wertentwicklung. Die Anteilklasse C stieg um +1,89 %, die Anteilklasse R um +1,53 %. Angesichts einer ausgewiesenen Fondsvolatilität von 8,47 % wirkt das Rendite-Risiko-Verhältnis für Anleger nur mäßig attraktiv.

Positiv ist die defensive Grundstruktur: Rund 95,75 % des Fondsvermögens lagen in kurzlaufenden, überwiegend hochwertigen EUR-Anleihen, vor allem Covered Bonds und Pfandbriefen. Das reduziert Zins-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Auch das Fondsvermögen stieg von 105,83 Mio. EUR auf 109,30 Mio. EUR, unterstützt durch Nettozuflüsse.

Die eigentliche Ertragsquelle bleibt jedoch die Options- und Volatilitätsstrategie. Der Fonds vereinnahmt Volatilitätsrisikoprämien, also die Differenz zwischen impliziter und realisierter Volatilität. 2025 war das Marktumfeld mit sinkender impliziter Volatilität grundsätzlich nicht ungünstig: Der VIX fiel von 17,40 % auf 14,33 %, der V2X von 17,00 % auf 14,71 %. Dennoch blieb die Fondsperformance begrenzt.

Kritisch aus Anlegersicht sind die Kosten: Die Gesamtkostenquote lag bei 0,77 % für Klasse C und 1,11 % für Klasse R. Besonders die R-Klasse hat damit eine spürbare Kostenbelastung, was den Renditeunterschied zur C-Klasse erklärt. Eine erfolgsabhängige Vergütung fiel 2025 nicht an.

Die Ausschüttung war hingegen attraktiv: Klasse C zahlte 2,34 EUR je Anteil, Klasse R 2,06 EUR je Anteil. Allerdings zeigt der Anteilwertvergleich, dass ein Teil der Anlegerwahrnehmung von Ausschüttungen geprägt sein dürfte: Der Anteilwert der R-Klasse sank leicht von 116,22 EUR auf 115,92 EUR, trotz positiver Jahresperformance inklusive Ausschüttung.

Insgesamt eignet sich der Fonds eher für Anleger, die eine alternative, nicht rein aktienabhängige Renditequelle suchen und bereit sind, komplexe Derivatestrategien zu akzeptieren. Er ist kein klassischer defensiver Rentenfonds, sondern ein Spezialfonds mit Optionsrisiken. Die geprüfte Berichterstattung, geringe Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie die breite Anleihenbasis sprechen für Stabilität. Die geringe Rendite im Verhältnis zur Schwankung und Kostenbelastung bleibt jedoch der zentrale Schwachpunkt.

Fazit: Der Fonds lieferte 2025 ein positives, aber wenig überzeugendes Ergebnis. Für bestehende Anleger ist Halten vertretbar, wenn die Strategie bewusst als Diversifikationsbaustein genutzt wird. Neue Anleger sollten besonders prüfen, ob die erwartete Volatilitätsprämie die Kosten und die zwischenzeitlichen Schwankungen ausreichend kompensiert.

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