Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht ein gemischtes Bild. Der Fonds verzeichnete 2025 nach einem starken Vorjahr einen moderaten Rückgang: Die Partners Class verlor -2,48 %, die Founders Class -2,42 %. Damit blieb die Entwicklung zwar negativ, aber nicht dramatisch. Belastend wirkten vor allem Kursverluste bei Litigation Capital Management und Burford Capital, während Prosus und Tucows deutliche positive Beiträge lieferten.
Auffällig ist die starke Konzentration des Portfolios. Allein Prosus macht 17,77 %, Tucows 16,80 %, VEF 10,01 %, Intred 10,09 % und Moltiply Group 9,62 % des Fondsvermögens aus. Für Anleger bedeutet das: Die Wertentwicklung hängt stark von wenigen Einzeltiteln ab. Das kann bei richtiger Titelauswahl hohe Chancen bieten, erhöht aber auch das Risiko spürbarer Rückschläge.
Positiv ist die weiterhin vorhandene Liquiditätsreserve: Rund 14,44 % sind in Geldmarkt-/Investmentfonds und 2,50 % in Bankguthaben investiert. Dadurch bleibt der Fonds flexibel, um Marktchancen zu nutzen oder Rückgaben bedienen zu können. Die Aktienquote von 83,28 % zeigt jedoch klar, dass der Fonds weiterhin offensiv ausgerichtet ist.
Die Ertrags- und Aufwandsrechnung zeigt ein ordentliches Nettoergebnis von 36.278,61 EUR, das Gesamtergebnis war jedoch wegen negativer unrealisierter Wertveränderungen mit -332.724,25 EUR negativ. Das Fondsvermögen sank von 13,09 Mio. EUR auf 11,90 Mio. EUR. Neben der negativen Performance spielte dabei auch ein Mittelabfluss von 863.098,32 EUR eine Rolle.
Die Kosten wirken bei einem eher kleinen Fondsvolumen relevant: Den Erträgen von 135.215,34 EUR standen Aufwendungen von 98.936,73 EUR gegenüber. Eine Performance Fee fiel 2025 nicht an, was aus Anlegersicht positiv ist.
Der Prüfungsvermerk von PwC ist uneingeschränkt, was für die formale Qualität des Abschlusses spricht. Gleichzeitig weist der Bericht selbst auf ein hohes Risikoprofil hin, insbesondere durch Aktienkurs-, Währungs-, Liquiditäts- und Emittentenrisiken.
Fazit:
Der Cresco Partnership bleibt ein chancenorientierter, konzentrierter Aktienfonds mit klarer Small-/Mid-Cap- und Spezialwerte-Prägung. Für risikobereite Anleger kann der Fonds interessant sein, insbesondere wenn sie an eine Erholung der stark gewichteten Kernpositionen glauben. Konservative Anleger sollten jedoch die hohe Abhängigkeit von wenigen Titeln, die geringe Fondsgröße und die erhöhte Volatilität kritisch berücksichtigen.