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FIVV-MIC-Mandat-Wachstum 2025: Solide Rendite, aber mit spürbaren Kosten und aktiver Risikosteuerung

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht ein insgesamt positives Bild: Der Fonds erzielte 2025 eine Wertentwicklung von +9,93 % bei einer moderaten 1-Jahres-Volatilität von 6,23 %. Die ausgewiesene Sharpe Ratio von 1,23 spricht für ein gutes Verhältnis zwischen erzielter Rendite und eingegangenem Risiko.

Der Fonds bleibt klar wachstumsorientiert, ist aber nicht einseitig auf Aktien ausgerichtet. Zum Jahresende lagen rund 53 % in Aktien, 23 % in Anleihen, 10 % in Zielfonds, 4 % in Gold-ETCs und etwa 12 % in Liquidität. Positiv fällt auf, dass die Liquiditätsquote deutlich erhöht wurde. Das verschafft dem Management Flexibilität und kann in unsicheren Marktphasen stabilisierend wirken.

Die Aktienseite ist international gestreut, mit Schwerpunkten in Deutschland, den USA und der Schweiz. Die größten Einzelpositionen sind breit über defensive Konsumwerte, Pharma, Versicherungen, Industrie, Energie und Technologie verteilt. Dadurch wirkt das Portfolio ausgewogener als ein reiner Wachstums- oder Tech-Fonds.

Ein wichtiger Punkt ist das Währungsrisiko. Die USD-Quote wurde zwar von rund 41 % auf 29 % reduziert, dennoch belastete der schwächere US-Dollar gegenüber dem Euro die Entwicklung. Positiv ist, dass das Management hier aktiv reagiert hat.

Kritisch zu sehen sind die Kosten. Die Gesamtkostenquote beträgt 1,95 %, zusätzlich wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von 0,97 % des durchschnittlichen Nettoinventarwerts ausgewiesen. Für Anleger bedeutet das: Die Bruttorendite musste deutlich höher sein, damit nach Kosten knapp 10 % Wertzuwachs übrigblieben. Die Performance war gut, aber nicht billig erkauft.

Ebenfalls auffällig ist, dass das ordentliche Nettoergebnis mit -138.323 EUR negativ war. Die positive Jahresentwicklung stammt vor allem aus realisierten und nicht realisierten Kursgewinnen, insbesondere aus ausländischen Aktien. Der Fonds ist damit stärker auf Kapitalgewinne als auf laufende Erträge angewiesen.

Die Risikosteuerung wirkt aktiv: Im vierten Quartal wurden Aktienindex-Futures zur zeitweisen Absicherung eingesetzt. Derivate dienten also vor allem der Begrenzung kurzfristiger Schwankungen. Das Derivate-Exposure war kontrolliert, die durchschnittliche Hebelwirkung lag bei 1,00.

Fazit: Der Fonds lieferte 2025 eine überzeugende Wertentwicklung bei kontrollierter Schwankung und aktiver Steuerung von Aktien-, Währungs- und Marktrisiken. Für Anleger mit mittlerer bis höherer Risikobereitschaft kann das Mandat interessant sein. Zu beachten bleiben jedoch die relativ hohen laufenden Kosten, die Performance Fee, das Aktienmarktrisiko sowie die Abhängigkeit von Kursgewinnen. Eine Garantie für eine ähnliche Entwicklung in Zukunft besteht nicht.

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