Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Anteilwert der Klasse EUR A stieg von 139,44 EUR auf 170,79 EUR, die Klasse EUR T von 127,32 EUR auf 158,42 EUR. Das entspricht einer deutlichen Wertsteigerung und bestätigt den offensiven Charakter des Fonds.
Der Fonds ist klar aktienorientiert: Zum Jahresende lagen 77,49 % des Fondsvermögens in Aktien, ergänzt durch 17,11 % Anleihen, 7,74 % Investmentanteile und geringe Derivatepositionen. Auffällig ist die starke Gewichtung einzelner Titel, etwa Serviceware SE mit 8,53 %, Amentum mit 7,95 %, Ivanhoe Mines mit 4,99 % und Franco-Nevada mit 4,50 %. Dadurch besteht zwar Renditepotenzial, aber auch ein erhöhtes Einzeltitelrisiko.
Positiv ist das hohe Ergebnis des Geschäftsjahres: Die Anteilklasse EUR A erzielte ein Jahresergebnis von 6,28 Mio. EUR, vor allem durch realisierte Gewinne aus Wertpapierverkäufen und zusätzliche unrealisierte Kursgewinne. Auch die thesaurierende Klasse EUR T entwickelte sich gut. Allerdings zeigt das hohe Transaktionsvolumen von rund 569 Mio. EUR bei einem Fondsvermögen von nur rund 27,6 Mio. EUR, dass sehr aktiv gehandelt wurde. Das kann Chancen eröffnen, erhöht aber auch Kosten und Timing-Risiken.
Kritisch zu sehen sind mehrere Punkte: Der Fonds nutzt Derivate, Futures und Währungsabsicherungen; zudem bestanden Kreditverbindlichkeiten von rund 0,94 Mio. EUR. Die durchschnittliche Hebelwirkung durch Derivate lag bei 1,63. Außerdem ist die Liquidierbarkeit nicht vollständig kurzfristig: Innerhalb von zehn Tagen waren nur 74,44 % des Portfolios liquidierbar. Für einen offensiven Fonds ist das nicht ungewöhnlich, sollte Anlegern aber bewusst sein.
Die Kostenstruktur ist gemischt. Die Anteilklasse EUR A wirkt mit einer TER von 0,33 % günstig. Die Klasse EUR T ist mit 0,72 % TER teurer; zusätzlich fiel dort eine performanceabhängige Vergütung von 3,10 % an. Für Anleger ist daher die Wahl der Anteilklasse relevant.
Insgesamt eignet sich der TBF OFFENSIV eher für Anleger mit höherer Risikobereitschaft, die aktive Steuerung, konzentrierte Aktienpositionen, Rohstoff- und Währungsexposure sowie Derivateeinsatz akzeptieren. Der Bericht zeigt ein starkes Jahr 2025, aber keine defensiv-stabile Anlage. Wer investiert bleibt oder neu einsteigt, sollte die gute Performance nicht isoliert betrachten, sondern besonders Konzentrationsrisiken, Kosten, Liquidität und die hohe Umschlagshäufigkeit beachten.