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Tragödie im freien Skiraum: Vater stirbt bei Abfahrt im Silvretta Montafon

webandi (CC0), Pixabay

Was als gemeinsamer Skitag im Schnee geplant war, endete in einer Tragödie: Ein 61-jähriger Mann aus dem Landkreis Tuttlingen ist im österreichischen Skigebiet Silvretta Montafon tödlich verunglückt. Sein 15-jähriger Sohn hatte stundenlang nach ihm gesucht.

Abseits der Pisten unterwegs

Am Freitagnachmittag waren Vater und Sohn im Bereich der Jöchli-Talstation im freien Skiraum unterwegs – also außerhalb der präparierten und gesicherten Pisten. Für den Fall, dass sie sich aus den Augen verlieren sollten, vereinbarten sie das Novatal als Treffpunkt.

Doch dort kam der Vater nicht an. Auch telefonisch war er nicht erreichbar. Als der 61-Jährige verschwunden blieb, machte sich der Jugendliche selbst auf die Suche und fuhr schließlich sogar bis ins Tal nach St. Gallenkirch. Ohne Erfolg.

Gegen 18 Uhr verständigte der 15-Jährige zunächst die Liftgesellschaft, kurz darauf die Polizei. Eine Handyortung ergab, dass sich das Mobiltelefon des Vermissten noch im Skigebiet befand und eingeschaltet war.

Großeinsatz in schwierigem Gelände

Daraufhin wurde ein umfangreicher Sucheinsatz gestartet. Rund 30 Bergretter aus St. Gallenkirch und Gaschurn durchkämmten das Gebiet, unterstützt von Drohnen der Bergrettung Vorarlberg, der Alpinpolizei sowie Mitarbeitern des Skigebiets. Auch ein Rettungshubschrauber aus der Schweiz war im Einsatz.

Die Bedingungen waren anspruchsvoll: Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte Lawinenwarnstufe 4 von 5 – große Lawinengefahr durch Neuschnee. Das freie Gelände gilt bei solchen Verhältnissen als besonders riskant.

Leichtes Gelände – tödlicher Sturz

Schließlich entdeckte ein Mitglied der Bergrettung den 61-Jährigen unter einem Baum im Schnee liegend – leblos. Nach ersten Erkenntnissen dürfte der Mann gestürzt sein. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Für den Sohn bleibt der Ausflug ein Albtraum. Aus einem geplanten Vater-Sohn-Tag im winterlichen Hochgebirge wurde innerhalb weniger Stunden ein dramatischer Sucheinsatz – und schließlich traurige Gewissheit.

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