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Neue tödliche russische Luftangriffe auf die Ukraine nach ersten trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi

In den frühen Morgenstunden des Samstags meldete die Ukraine eine neue Welle tödlicher russischer Luftangriffe. Raketen- und Drohnenattacken trafen vor allem die Hauptstadt Kyjiw sowie weitere Großstädte, nur wenige Stunden nachdem erstmals seit Beginn des Krieges trilaterale Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi stattgefunden hatten. Trotz der diplomatischen Annäherung setzte Moskau damit ein deutliches militärisches Signal.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden in der Nacht mehrere Raketen und Kampfdrohnen abgefangen, dennoch kam es zu Einschlägen und erheblichen Schäden. In Kyjiw waren Explosionen zu hören, Feuer brachen aus, und herabfallende Trümmer beschädigten Wohnhäuser sowie kritische Infrastruktur. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte mindestens einen Todesfall und vier Verletzte. In einigen Stadtteilen kam es zudem zu Ausfällen der Wärme- und Wasserversorgung – ein besonders schwerwiegendes Problem angesichts der winterlichen Temperaturen.

Auch die zweitgrößte Stadt des Landes, Charkiw im Nordosten, blieb nicht verschont. Dort wurden nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow unter anderem ein Entbindungskrankenhaus und ein Wohnheim für Vertriebene beschädigt. Mindestens elf Menschen erlitten Verletzungen. Bilder von dunklen Straßen, Stromausfällen und Einsatzfahrzeugen verdeutlichten das Ausmaß der nächtlichen Angriffe.

Die Attacken folgten unmittelbar auf den ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi. Dort trafen Delegationen aus Kyjiw und Moskau unter Vermittlung der Vereinigten Staaten zusammen. Russland entsandte ein militärisches Team, darunter hochrangige Vertreter der Geheimdienste. Die Ukraine war mit erfahrenen Diplomaten und Sicherheitsbeamten vertreten. Auf US-Seite nahmen unter anderem Sondergesandter Steve Witkoff, Jared Kushner sowie ein Berater des Weißen Hauses teil.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand offenbar die umkämpfte Donbas-Region im Osten der Ukraine. Das Gebiet ist reich an Rohstoffen, landwirtschaftlich bedeutend und strategisch wichtig. Russland fordert seit Langem, dass Kyjiw die noch von der Ukraine kontrollierten Teile des Donbas aufgibt – eine Forderung, die die ukrainische Regierung konsequent ablehnt. Gleichzeitig übt die US-Regierung Druck aus, um eine mögliche Friedenslösung voranzubringen, was international auch kritisch gesehen wird.

Fast vier Jahre nach Beginn der großangelegten Invasion kontrolliert Russland rund 20 Prozent des international anerkannten ukrainischen Staatsgebiets. Dazu zählen nahezu die gesamte Region Luhansk sowie Teile der Regionen Donezk, Cherson und Saporischschja.

Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow erklärte nach Abschluss des ersten Verhandlungstages, Ziel sei ein „würdiger und dauerhafter Frieden“. Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich jedoch zurückhaltend und betonte, es sei noch zu früh für Schlussfolgerungen. Entscheidend sei, ob Russland tatsächlich bereit sei, den Krieg zu beenden.

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