In der indonesischen Provinz Westjava hat ein schwerer Erdrutsch mehrere Menschen in den Tod gerissen. Nach tagelangen, heftigen Regenfällen lösten sich in einer bergigen Region große Erdmassen und begruben ein ganzes Dorf unter Schlamm, Geröll und umgestürzten Bäumen. Zahlreiche Häuser wurden dabei vollständig zerstört.
Nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörden kamen mehrere Bewohner ums Leben, weitere Menschen gelten weiterhin als vermisst. Rettungskräfte suchen unter schwierigen Bedingungen nach Überlebenden. Die dicken Schlammschichten, instabile Hänge und anhaltender Regen erschweren die Bergungsarbeiten erheblich.
Augenzeugen berichten, dass der Erdrutsch plötzlich und mit großer Wucht niedergegangen sei. Viele Bewohner hätten keine Zeit gehabt, sich in Sicherheit zu bringen. Besonders betroffen seien einfache Wohnhäuser, die an steilen Hängen errichtet wurden.
Die Behörden haben das Gebiet weiträumig abgesperrt und die Anwohner angrenzender Ortschaften zur Vorsicht aufgerufen. Weitere Erdrutsche könnten nicht ausgeschlossen werden, da der Boden weiterhin stark durchnässt ist. Notunterkünfte wurden eingerichtet, um Überlebende und evakuierte Familien aufzunehmen.
Indonesien wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. In der Regenzeit kommt es vor allem in bergigen Regionen regelmäßig zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Experten warnen, dass Abholzung und zunehmende Extremwetterereignisse die Gefahr solcher Katastrophen weiter erhöhen.
Die Suche nach Vermissten dauert an. Die Behörden rechnen damit, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen könnte.