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Sorge um Kizza Besigye: Ehefrau warnt vor Lebensgefahr für Ugandas Oppositionsführer

Das Leben des ugandischen Oppositionspolitikers Kizza Besigye ist nach Angaben seiner Ehefrau akut in Gefahr. Winnie Byanyima, eine international angesehene Menschenrechtsaktivistin und Leiterin von UNAids, äußerte sich nach einem Besuch bei ihrem Mann alarmiert über dessen Gesundheitszustand. In einer Erklärung auf der Plattform X schrieb sie, Besigye sei „extrem schwach“ und leide unter starken Schmerzen.

Der 69-jährige Politiker, einer der bekanntesten Kritiker von Präsident Yoweri Museveni, befindet sich seit November 2024 in Haft. In der Nacht sei er aufgrund einer plötzlichen Verschlechterung seines Zustands in eine medizinische Einrichtung gebracht worden, wie seine Partei People’s Front for Freedom (PFF) mitteilte. Genauere Angaben zur Diagnose wurden nicht gemacht. Laut Byanyima klagte Besigye über akute Magenschmerzen, starke Dehydrierung sowie erhebliche Schmerzen in den Beinen. Zudem habe er eine Infektion, die sich zunehmend verschlimmere.

Besonders erschütternd sei der Zustand gewesen, in dem sie ihren Mann vorgefunden habe. Nach der kurzfristigen medizinischen Behandlung sei er wieder in den Gefängnistrakt zurückgebracht worden, wo er „zusammengekauert auf einem schmutzigen Plastikstuhl“ in einem kleinen Raum nahe seiner Zelle gesessen habe. Sie forderte die Behörden eindringlich auf, ihn in ein voll ausgestattetes Krankenhaus zu verlegen.

Die ugandische Gefängnisbehörde widersprach diesen Darstellungen. Ein Sprecher erklärte, es habe sich lediglich um eine routinemäßige Untersuchung gehandelt, Besigye erhalte die gleiche medizinische Versorgung wie andere Häftlinge und sei „in Ordnung“. Byanyima bezeichnete diese Aussagen jedoch als „Vertuschung“.

Kizza Besigye, einst persönlicher Arzt von Präsident Museveni, trat viermal gegen ihn bei Präsidentschaftswahlen an und gilt als einer seiner hartnäckigsten politischen Gegner. Gemeinsam mit seinem Mitstreiter Obeid Lutale wurde er 2024 in Kenia festgenommen und nach Uganda gebracht. Beide sind vor einem Militärgericht wegen Hochverrats, illegalen Waffenbesitzes und Gefährdung der nationalen Sicherheit angeklagt – Vorwürfe, die Besigye entschieden zurückweist. Hochverrat kann in Uganda mit der Todesstrafe geahndet werden.

Die PFF wirft den Behörden vor, Besigye gezielt angemessene medizinische Versorgung zu verweigern. Seine anhaltende Inhaftierung stelle eine schwere Verletzung grundlegender Menschenrechte dar. Unterstützung erhält Besigye auch von anderen Oppositionspolitikern wie Bobi Wine, der seine Solidarität bekundete und für eine baldige Genesung betete.

Es ist nicht das erste Mal, dass Besigye in der Haft schwer erkrankt. Bereits im vergangenen Jahr verschlechterte sich sein Zustand nach einem Hungerstreik dramatisch. Familie, Opposition und internationale Menschenrechtsgruppen fordern inzwischen verstärkt seine Freilassung aus medizinischen Gründen – bislang ohne Erfolg.

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