Während für Millionen Menschen in den USA Weihnachten traditionell am 25. Dezember endet, ist der darauffolgende Tag in vielen anderen Ländern ein eigener gesetzlicher Feiertag: der sogenannte Boxing Day. Er wird jedes Jahr am 26. Dezember begangen und hat insbesondere in Großbritannien und Ländern des Commonwealth eine lange Tradition.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der 26. Dezember zuletzt auch in den USA. Präsident Donald Trump unterzeichnete für das Jahr 2025 eine Anordnung, mit der sowohl der Heiligabend als auch der 26. Dezember einmalig zu bundesweiten Feiertagen erklärt wurden. International ist der Boxing Day jedoch schon seit Jahrhunderten fest verankert.
Was ist der Boxing Day?
Der Boxing Day ist ein Feiertag am Tag nach Weihnachten. Er wird häufig mit weiteren Geschenken, Familientreffen, gutem Essen sowie großen Sportereignissen begangen. Besonders populär sind Fußballspiele, Pferderennen oder Eishockey-Partien. Gleichzeitig gilt der Tag als einer der wichtigsten Einkaufstage des Jahres, da viele Händler mit großen Rabatten locken.
Fällt der 26. Dezember auf ein Wochenende, wird der gesetzliche Feiertag in vielen Ländern offiziell auf den darauffolgenden Montag verschoben.
Wo wird Boxing Day gefeiert?
Der Boxing Day ist offizieller Feiertag unter anderem in:
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Vereinigtes Königreich
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Kanada
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Australien
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Neuseeland
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Südafrika
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Irland
In diesen Ländern ist der 26. Dezember für viele Menschen arbeitsfrei und fest im Jahreskalender verankert.
Woher stammt der Name?
Der Ursprung des Boxing Day reicht bis in die viktorianische Zeit im 19. Jahrhundert zurück. Der Name leitet sich vermutlich von den sogenannten „Christmas Boxes“ ab – Kisten oder Schachteln mit Geld, Lebensmitteln oder Geschenken, die wohlhabendere Haushalte ihren Bediensteten, Handwerkern oder Bedürftigen nach Weihnachten überreichten.
Eine andere Erklärung bezieht sich auf kirchliche Sammelboxen, die am Weihnachtstag gefüllt und am 26. Dezember geöffnet wurden, um Spenden an Arme zu verteilen. In beiden Fällen steht der Boxing Day ursprünglich für Wohltätigkeit und Teilen.
Shopping, Sport und Traditionen
Im Laufe der Zeit wandelte sich der Charakter des Feiertags. Heute ist der Boxing Day vor allem bekannt für:
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Große Schlussverkäufe im Einzelhandel
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Traditionelle Sportereignisse, etwa komplette Spieltage im englischen Fußball
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Familienbesuche und festliche Mahlzeiten
In Großbritannien und Kanada zählt der Boxing Day zu den umsatzstärksten Tagen des Jahres im Handel – vergleichbar mit dem „Black Friday“ in den USA.
Warum kein klassischer US-Feiertag?
Anders als in vielen Ländern des Commonwealth wurde der Boxing Day in den USA historisch nie übernommen. Zwar stammen viele amerikanische Weihnachtstraditionen aus Europa, doch der 26. Dezember entwickelte sich dort nicht als eigenständiger Feiertag. Erst die Sonderregelung für 2025 bringt den Tag vorübergehend in den Fokus der US-Öffentlichkeit.
Fazit
Der Boxing Day ist weit mehr als nur „der Tag nach Weihnachten“. Er steht für Tradition, Wohltätigkeit, Gemeinschaft – und heute auch für Shopping und Sport. Während er in den USA bislang eher unbekannt ist, gehört er in vielen Teilen der Welt selbstverständlich zur Weihnachtszeit dazu. Der 26. Dezember zeigt damit eindrucksvoll, wie unterschiedlich Feiertage kulturell gelebt werden – selbst rund um dasselbe Fest.