Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, der Duft von Keksen liegt noch in der Luft – doch vielerorts türmen sich Kartons, Geschenkpapier und Dekoreste. Gerade rund um Weihnachten fällt in den Haushalten besonders viel Abfall an. Umso wichtiger ist es, Müll korrekt zu trennen, damit wertvolle Rohstoffe wiederverwertet werden können und Umwelt sowie Entsorgungssysteme nicht unnötig belastet werden.
Ein zentraler Punkt ist das Geschenkpapier. Nur schlichtes, unbeschichtetes Papier darf ins Altpapier. Glänzendes, foliertes oder beschichtetes Papier gehört hingegen in den Restmüll. Kartonverpackungen von Geschenken lassen sich oft mehrfach verwenden – wer sie nicht mehr braucht, entsorgt sie ebenfalls im Altpapier. Dabei gilt: Kartons am besten zerkleinern, falten oder zerdrücken, damit möglichst viel Platz in der Tonne bleibt.
Bei Verpackungsmaterialien wie Styropor, Luftpolsterfolie oder Kunststofffüllungen ist die gelbe Tonne beziehungsweise der gelbe Sack die richtige Wahl. Naturmaterialien wie Holzwolle lassen sich sogar aufheben und später erneut nutzen. Geschenkbänder müssen je nach Material getrennt werden: Kunststoffbänder kommen in den Gelben Sack, Stoffbänder in den Restmüll – oder werden einfach für das nächste Jahr aufbewahrt.
Besondere Vorsicht ist bei Lichterketten geboten. Werden sie mit Akkus betrieben, müssen diese vor der Entsorgung unbedingt entfernt werden. Akkus stellen eine erhebliche Brandgefahr dar und dürfen keinesfalls im Hausmüll landen. Ist ein Ausbau nicht möglich, gehören die Lichterketten zur Problemstoffsammlung, wo sie fachgerecht zerlegt werden.
Auch der Adventkranz will richtig entsorgt werden. Natürliche Bestandteile wie Tannenzweige, Zapfen oder der Kranzrohling aus Naturmaterialien dürfen in den Biomüll. Kerzen, Steckschwämme und Draht hingegen gehören in den Restmüll.
Beim Christbaum gilt: Zuerst sämtlichen Schmuck entfernen. Lametta, Kunststoffdeko und Lichterketten werden getrennt entsorgt, zerbrochene Christbaumkugeln und Kerzen kommen in den Restmüll. Für den Baum selbst gibt es in vielen Gemeinden eigene Sammelstellen, teils sogar Abholservices.
Nicht zuletzt spielt auch der Umgang mit Essensresten eine Rolle. Übrig gebliebenes Essen sollte – wenn möglich – gespendet oder eingefroren werden. Erst danach ist der Biomüll die richtige Option. Eine Ausnahme bilden Fleischreste, die aus hygienischen Gründen in den Restmüll gehören.
Mit ein wenig Aufmerksamkeit lässt sich der Weihnachtsmüll also gut in den Griff bekommen. Richtig getrennt wird aus Abfall wieder ein wertvoller Rohstoff – und die Feiertage enden nicht mit einem schlechten Gewissen für die Umwelt.