Die Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht gewinnt weiter an Dynamik. Nach Einschätzung des Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, Markus Röwekamp (CDU), könnte die Pflicht zum Dienst an der Waffe bereits vor der nächsten Bundestagswahl wieder Realität werden.
Röwekamp sagte der Welt, er bezweifle zunehmend, dass sich dauerhaft genügend Freiwillige für den Dienst in der Bundeswehr finden lassen. Die Truppe soll nicht nur wachsen, sondern muss jährlich rund 20.000 bis 30.000 Soldatinnen und Soldaten ersetzen, die regulär aus dem Dienst ausscheiden. Ob die Reformpläne der Regierung ausreichen, werde das Parlament im Jahr 2027 überprüfen.
Bleibe das Rekrutierungsziel unerreichbar, sei eine Rückkehr zur Wehrpflicht „kaum zu vermeiden“, so Röwekamp. Die Bundesregierung plant seit Längerem, die Zahl der Soldaten deutlich zu erhöhen, um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr angesichts der veränderten Sicherheitslage zu stärken.