Aktenzeichen: IN 361/25
Die Solarwerke Bachler GmbH mit Sitz in Malsbach 9, 92277 Hohenburg, geführt durch Geschäftsführer Stephan Bachler, steht endgültig vor dem Aus. Das Amtsgericht Amberg hat in seinem Beschluss vom 9. Dezember 2025 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Schuldnerin mangels Masse abgelehnt. Damit endet ein kurzer, aber intensiver Abschnitt eines bereits angeschlagenen Unternehmens aus der Solarbranche.
Noch im September 2025 hatte das Gericht erste Sicherungsmaßnahmen erlassen, um eine Verschlechterung der finanziellen Lage der Gesellschaft zu verhindern. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, das Vermögen der GmbH für ein mögliches Insolvenzverfahren zu sichern. Sie waren ein deutlicher Hinweis darauf, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens erheblich waren und ein Insolvenzverfahren in Aussicht stand.
Nun aber folgt der endgültige juristische Schlussstrich: Die mit Beschluss vom 22. September 2025 angeordneten Sicherungsmaßnahmen wurden aufgehoben, da das Insolvenzverfahren gar nicht erst eröffnet wird. Der Grund ist ebenso eindeutig wie dramatisch – es fehlt an der zur Deckung der Kosten des Verfahrens erforderlichen Masse. Mit anderen Worten: Selbst die Mittel, um ein reguläres Insolvenzverfahren durchzuführen, stehen nicht mehr zur Verfügung.
Vertreten wurde die Solarwerke Bachler GmbH in dem Verfahren durch Rechtsanwalt Christoph Scheid aus Eichenau. Doch auch er konnte im Namen seines Mandanten die wirtschaftliche Notlage nicht abwenden. Der Beschluss bedeutet nicht nur das Ende eines möglichen Sanierungsweges, sondern auch einen herben Rückschlag für Gläubiger, Geschäftspartner und Beschäftigte.
Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Amberg steht der Schuldnerin und anderen Beteiligten der Weg der sofortigen Beschwerde offen. Diese muss binnen zwei Wochen ab Bekanntmachung oder Zustellung der Entscheidung schriftlich oder zur Niederschrift der Geschäftsstelle beim Amtsgericht Amberg eingelegt werden. Ob jedoch von diesem Rechtsmittel Gebrauch gemacht wird, bleibt offen – ebenso wie die Zukunft der Beteiligten nach dem Scheitern der GmbH.
Mit dem jetzt erfolgten Beschluss reiht sich die Solarwerke Bachler GmbH in die zunehmende Zahl kleinerer Energieunternehmen ein, die dem Druck aus steigenden Betriebskosten, zurückgehender Nachfrage oder Finanzierungsengpässen nicht standhalten konnten. Ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen der Energiewirtschaft im Wandel.