Ein tragisches Unglück hat am Donnerstagabend den Münchner Stadtteil Milbertshofen erschüttert. Sirenen hallten durch die Straßen, Blaulicht spiegelte sich auf dem Asphalt – doch für zwei Männer kam jede Hilfe zu spät. Sie starben nach einem heftigen Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, ausgelöst durch einen mutmaßlich rücksichtslosen Verkehrsverstoß.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein 19‑jähriger Münchner mit einem Porsche unterwegs, offenbar viel zu schnell und ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. An einer Kreuzung soll er eine rote Ampel missachtet haben. Genau in diesem Moment bog ein Renault nach links ab – ein fataler Zufall, der Sekunden später in einer Gewaltkollision endete.
Der Porsche krachte mit voller Wucht in die Seite des Renaults. Der Fahrer des Wagens sowie ein 48‑jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt, ebenso ein 21‑Jähriger, der auf der Rückbank saß. Für den älteren Beifahrer und den jungen Mann aus dem Fond kam später im Krankenhaus jede Hilfe zu spät. Ärzte kämpften noch um ihr Leben, doch die Verletzungen waren zu schwer. Der Fahrer des Renaults überlebte, steht aber unter Schock.
Der Porschefahrer selbst blieb unverletzt – ein Umstand, der bei vielen Passanten am Unfallort für fassungslose Reaktionen sorgte. Ermittler versuchen nun, die genaue Unfallrekonstruktion vorzunehmen. Gegen den 19‑Jährigen wird wegen fahrlässiger Tötung und weiterer Verkehrsdelikte ermittelt.
Anwohner berichteten von einem lauten Knall, gefolgt von Schreien und quietschenden Bremsen. „Es war wie eine Explosion“, schilderte ein Zeuge. Trümmerteile lagen über die gesamte Kreuzung verstreut, die Feuerwehr musste die Insassen aus dem Renault befreien.
Der Unfall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf die zunehmende Problematik von Rasereien im Stadtverkehr – und auf deren oft tödliche Folgen. München trauert um zwei Menschen, deren Leben völlig unnötig beendet wurde. Die Polizei kündigte verstärkte Kontrollen im Stadtgebiet an.