Mit dem Duft von Zimt in der Luft, festlichem Glanz in den Fenstern und einem Hauch Magie beginnt im unterfränkischen Himmelstadt die wohl herzerwärmendste Jahreszeit. Punkt 13 Uhr hat heute das einzige bayerische Weihnachtspostamt im Landkreis Main-Spessart seinen Betrieb aufgenommen – und damit auch die Reise zahlloser Kinderwünsche zu ihrem himmlischen Ziel.
Bereits rund 5.000 Briefe aus nah und fern sind dort eingetroffen. Kleine Hände haben sie geschrieben, liebevoll verziert mit Sternen, Engeln und Glitzerstiften. Manche enthalten Wunschzettel, andere erzählen dem Christkind von Sorgen, Hoffnungen oder einfach dem Weihnachtsbaum im Wohnzimmer.
Die Helferinnen und Helfer im Weihnachtspostamt stehen nun bis Heiligabend bereit, um auf all diese liebevollen Nachrichten zu antworten – individuell, persönlich und mit einer Prise Weihnachtswunder. Rund 80.000 Briefe erwartet das Team in diesem Jahr allein in Himmelstadt. Damit zählt das kleine fränkische Dorf zu den wichtigsten Anlaufstellen der Weihnachtspost bundesweit.
Insgesamt gibt es in Deutschland sieben solcher Weihnachtsfilialen. Doch Himmelstadt ist nicht nur die bekannteste, sondern auch eine der ältesten: Seit über 30 Jahren zaubert das Christkind von dort aus ein Lächeln in unzählige Kinderaugen.
Wer eine Antwort bis zum 24. Dezember erhalten möchte, sollte seinen Brief rechtzeitig abschicken. Die Post bittet darum, die Schreiben bis spätestens 17. Dezember in Himmelstadt eintreffen zu lassen – denn auch das Christkind hat Fristen einzuhalten, damit der Zauber pünktlich ins Haus flattert.
Und so klingt es nun wieder in Himmelstadt: das leise Rascheln von Briefpapier, das Klacken von Stempeln, das Flüstern guter Wünsche – und über allem liegt die Vorfreude auf ein Fest voller Licht und Liebe.