Im EDEKA-Zentrallager im mecklenburg-vorpommerschen Lüttow-Valluhn hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag zu einem umfangreichen Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben einer Gewerkschaftssprecherin beteiligen sich mehrere hundert Beschäftigte an der Arbeitsniederlegung. Insgesamt arbeiten rund 800 Angestellte in dem Logistikzentrum.
Hintergrund: Tarifverhandlungen festgefahren
Der Warnstreik soll den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Verdi wirft EDEKA vor, sich in den laufenden Tarifverhandlungen zu wenig zu bewegen. Die Gewerkschaft fordert spürbare Lohnerhöhungen, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die hohe Arbeitsbelastung im Lagerbetrieb auszugleichen.
Verdi betont, dass gerade die Logistikbeschäftigten dafür sorgen, dass Supermärkte täglich frische Ware erhalten – dennoch seien viele Löhne unterdurchschnittlich und Arbeitszeiten häufig belastend.
Zentrallager mit großer Bedeutung für Norddeutschland
Das Zentrallager in Lüttow-Valluhn gehört zu den wichtigsten logistischen Knotenpunkten der EDEKA-Regionalgesellschaft im Norden. Beliefert werden Märkte unter anderem in:
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Mecklenburg-Vorpommern
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Hamburg
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Schleswig-Holstein
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Teilen Niedersachsens
Mögliche Auswirkungen für Verbraucher?
Noch ist unklar, ob Kundinnen und Kunden die Folgen der Arbeitsniederlegung spüren werden. Je nach Dauer und Intensität des Warnstreiks könnten sich Verzögerungen bei der Warenverteilung ergeben – insbesondere bei frischen Lebensmitteln und schnell verderblicher Ware.
EDEKA hat sich bislang nicht im Detail zu möglichen Auswirkungen geäußert. Erfahrungsgemäß versuchen große Handelsketten, kurzfristige Engpässe durch Umlenkung der Logistik oder erhöhte Schichten in anderen Lagern abzufedern.
Weitere Streiks möglich
Verdi schließt eine Ausweitung der Streiks nicht aus, sollte es in den kommenden Verhandlungsrunden keine Bewegung geben. Die Beschäftigten machten im Rahmen des Warnstreiks deutlich, dass sie bereit seien, für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne weiter Druck aufzubauen.