Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 56 IN 211/25 hat das Insolvenzgericht Flensburg eine entscheidende Zäsur gesetzt, die den Fortgang des Insolvenzantragsverfahrens über das Vermögen der Hanseatischen Investment und Verwaltungs GmbH maßgeblich verändert. Die Gesellschaft mit Sitz in Norddorf auf Amrum, vertreten durch Geschäftsführer Sören Krüger und eingetragen im Handelsregister unter HRB 13499 FL, befand sich seit dem 31. Juli 2025 unter insolvenzrechtlichen Sicherungsmaßnahmen gemäß § 21 InsO.
Diese Maßnahmen hatten den Zweck, die Vermögenslage der Schuldnerin zu schützen, während über den Eröffnungsantrag entschieden wird. Doch nun trat eine Wendung ein: Die antragstellende Gläubigerin erklärte am 31. Juli 2025 die Hauptsache für erledigt. Damit entfiel der Anlass, die zuvor ergriffenen Sicherungsinstrumente weiter aufrechtzuerhalten.
Das Amtsgericht Flensburg hob daraufhin mit Beschluss vom 25. November 2025 sämtliche am selben Tag angeordneten Sicherungsmaßnahmen wieder auf. Dieser Schritt beendet die vorläufige insolvenzrechtliche Kontrolle, unter der die Gesellschaft bis zu diesem Zeitpunkt gestanden hatte, und wirkt wie ein Schlussstrich unter den ursprünglichen Antrag der Gläubigerin.
Die Entscheidung stellt klar, dass mit der Erledigungserklärung der Zweck der Maßnahmen entfallen ist und der Eingriff in die Vermögensverwaltung der Schuldnerin nicht länger gerechtfertigt war. Für die Beteiligten bedeutet dies, dass das Verfahren nicht weiter in Richtung Eröffnung fortgeführt wird und die Gesellschaft ihre rechtliche Handlungsfreiheit zurückerlangt.
Erlassen wurde der Beschluss durch das Amtsgericht Flensburg – Insolvenzgericht – am 25. November 2025.