Heftige Unwetter haben im Nordwesten Griechenlands innerhalb weniger Stunden für massive Schäden gesorgt. Wie der griechische Wetterdienst mitteilte, gingen in kurzer Zeit rund 280 Liter Regen pro Quadratmeter nieder – ein Wert, der sonst mancherorts einem ganzen Monatsniederschlag entspricht.
🔹 Ferieninsel Korfu besonders stark betroffen
Besonders hart trafen die Unwetter die beliebte Urlaubsinsel Korfu. Dort verwandelten sich Straßen in reißende Ströme, Böschungen rutschten ab und ganze Landstriche standen unter Wasser. Der kleine Ort Karousades, in dem etwa 2.000 Menschen leben, ist derzeit vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Zufahrtswege wurden überflutet oder zerstört, sodass weder Autos noch Einsatzkräfte den Ort erreichen können.
Auch auf anderen Teilen der Insel sind zahlreiche Landstraßen blockiert oder beschädigt. Viele Abschnitte sind unpassierbar, da Geröll, umgestürzte Bäume oder Überschwemmungen den Verkehr lahmlegen.
🔹 Schulen bleiben geschlossen
Als Reaktion auf die massiven Schäden bleiben auf Korfu am Montag sämtliche Schulen geschlossen. Behörden und Einsatzkräfte versuchen weiterhin, die Lage zu stabilisieren und wichtige Straßenverbindungen wiederherzustellen.
🔹 Weitere Regenfälle erwartet
Für den heutigen Tag rechnen Meteorologen zwar weiterhin mit Regen in der betroffenen Region – jedoch nicht mehr in der extremen Intensität vom Wochenende. Dennoch bleiben die Behörden alarmiert, da der stark aufgeweichte Boden zusätzliche Erdrutsche und neue Überflutungen begünstigen könnte.
🔹 Sorgen bei Einwohnern und Touristen
Sowohl Bewohner als auch Urlauber berichten von überfluteten Häusern, beschädigten Fahrzeugen und einer angespannten Versorgungslage in den abgeschnittenen Gebieten. Viele hoffen auf eine rasche Entwarnung – doch insbesondere in Karousades könnte es noch dauern, bis Straßen wieder befahrbar und Hilfskräfte vor Ort sind.
Die Unwetter zeigen erneut, wie anfällig die Region für extreme Wetterereignisse ist – und wie wichtig schnelle Unterstützung und nachhaltige Schutzmaßnahmen künftig sein werden.