Mit einem massiven Einsatz ist die Polizei in Schleswig-Holstein gegen organisierte Kriminalität im Bereich des illegalen Glücksspiels vorgegangen. Mehr als 200 Einsatzkräfte durchsuchten in Lübeck und mehreren umliegenden Städten zahlreiche Gewerberäume, Büros und Gaststätten – ein koordinierter Schlag, der bis in den späten Abend andauerte.
🔹 Umfangreiche Funde: Waffen, Drogen und illegale Automaten
Die Beamten stellten 45 illegale Spielautomaten sicher, die teils in verborgenen Räumen aufgebaut oder manipuliert waren. Neben den Geräten fanden die Einsatzkräfte außerdem Schusswaffen, Betäubungsmittel sowie zahlreiche wertvolle Gegenstände.
Laut Polizei wurden Vermögenswerte und Immobilien im sechsstelligen Bereich beschlagnahmt – ein Hinweis darauf, dass die Verantwortlichen umfangreiche kriminelle Strukturen aufgebaut hatten, die weit über einfache Glücksspielverstöße hinausgehen.
🔹 Ermittlungen über Kreisgrenzen hinweg
Die Razzien konzentrierten sich zwar auf Lübeck, fanden jedoch auch in Hamburg, Stormarn und Ostholstein statt. Koordiniert wurde die Großaktion von Landes- und Bundesbehörden. Beteiligt waren unter anderem:
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die Bundespolizei,
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die Steuerfahndung,
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sowie lokale Ermittler und das Lübecker Ordnungsamt.
Letzteres nutzte den Großeinsatz zusätzlich, um Gaststätten zu kontrollieren, in denen die illegalen Automaten teils betrieben oder versteckt worden sein sollen.
🔹 Ziel: Zerschlagung eines kriminellen Netzwerks
Die Ermittler gehen davon aus, dass hinter den Automaten und dem Bargeld ein organisiertes Netzwerk steht, das illegales Glücksspiel systematisch betrieben und große Mengen unversteuerter Einnahmen erzielt hat. Die beschlagnahmten Gegenstände und Datenträger sollen nun ausgewertet werden, um Strukturen und Geldflüsse offenzulegen.
🔹 Deutlicher Schlag gegen die Szene
Mit der Razzia sendet die Polizei ein klares Signal: Illegales Glücksspiel, Waffenbesitz und Steuerhinterziehung werden konsequent verfolgt. Weitere Ermittlungen und mögliche Festnahmen sind in den kommenden Wochen möglich, da die Aktion als Teil eines größeren Verfahrens gilt.
Für Schleswig-Holstein ist dies eine der größten Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel der vergangenen Jahre – und ein deutlicher Schritt im Kampf gegen organisierte Kriminalität.