Die Zahl der Eigenzulassungen bei Elektroautos in Deutschland steigt deutlich. Wie aktuelle Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen, wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres mehr als 100.000 E-Fahrzeuge von Herstellern oder Händlern selbst zugelassen. Damit liegt der Anteil bei rund 25 Prozent – vor zwei Jahren war es erst etwa jedes sechste E-Auto.
Ein Instrument gegen die schwache Nachfrage
Eigenzulassungen gelten in der Branche als Mittel, um Absatz- und Marktanteilsziele zu erreichen, wenn die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die Fahrzeuge werden meist nur kurzfristig auf Unternehmen registriert und anschließend als „Kurzzulassung“ oder „junger Gebrauchter“ wieder verkauft – oft mit deutlichen Preisnachlässen.
Der steigende Anteil deutet auf einen anhaltend schwierigen Markt für E-Autos hin. Seit dem Auslaufen staatlicher Kaufprämien ist die Nachfrage zurückgegangen; parallel kämpfen Hersteller mit Überkapazitäten und Preisdruck.
Folgen für den Markt
Für Kundinnen und Kunden bedeutet der Trend ein wachsendes Angebot günstiger junger Gebrauchtwagen. Für Hersteller dagegen steigt der Druck, ihre Bestände abzubauen und Preisanpassungen vorzunehmen, um den Absatz dauerhaft stabilisieren zu können.