Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass der tägliche Konsum zuckerhaltiger Softdrinks bei Frauen das Risiko für depressive Verstimmungen und Erkrankungen erhöhen kann. Laut der im Fachjournal veröffentlichten Studie zeigte sich bei Frauen, die regelmäßig zu süßen Erfrischungsgetränken greifen, ein deutlich höheres Depressionsrisiko als bei jenen, die solche Getränke nur selten trinken.
Die Forschenden führen diesen Zusammenhang vor allem auf Veränderungen im Darmmikrobiom zurück. Hohe Zuckermengen können das Gleichgewicht der Darmflora stören, was wiederum Entzündungsprozesse begünstigt und die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn beeinflusst. Dieser sogenannte Darm-Hirn-Achse wird in der modernen Forschung eine zentrale Rolle bei der psychischen Gesundheit zugesprochen.
Die Studie liefert weitere Hinweise darauf, dass Ernährung und mentaler Zustand enger verknüpft sind, als lange angenommen. Besonders für Frauen könnten die Ergebnisse relevant sein, da geschlechtsspezifische hormonelle und biologische Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich um einen statistischen Zusammenhang handelt. Um ursächliche Mechanismen vollständig zu klären, seien weitere Untersuchungen notwendig.
Gesundheitsexperten empfehlen, den Konsum stark gezuckerter Getränke generell zu reduzieren und auf Wasser oder ungesüßte Alternativen auszuweichen.