Die Wendl-Bäckerei gilt seit Jahrzehnten als feste Größe im Raum Leipzig. Mit handwerklichem Selbstverständnis, traditionsreichen Rezepturen und einem humorvollen Marketing hat sich das Familienunternehmen einen Namen gemacht. Doch nun steht der Betrieb im Fokus kritischer Behördenaugen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle wurden am Hauptsitz in Markkleeberg schwere Hygienemängel festgestellt, die den Bäckerbetrieb vorerst ins Zwielicht rückten.
Das zuständige Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Leipzig dokumentierte in einem Bericht einen stark verunreinigten Zustand in den Kühlräumen an der Apelsteinallee. Von schimmelähnlichen Belägen auf Leuchten und Silikonfugen bis hin zu verschmutzten Böden und Transportwagen reichte die Liste der Beanstandungen. Besonders alarmierend wirkte der Hinweis auf Schabenbefall und Mäusekot im Lagerbereich.
Für Firmenchef Udo Wendl kam der Bericht wie ein Schlag. Für ihn steht jedoch eines außer Frage: Die Qualität der Backwaren sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Er weist jede Sorge entschieden zurück und erklärt die Hintergründe der festgestellten Mängel mit technischen und personellen Engpässen. Besonders ein Verdampfer im Kühlbereich habe nur mit großem Aufwand gereinigt werden können. In schwer zugänglichen Bereichen habe sich über die Zeit Schimmel angesetzt, räumt Wendl ein. Gleichzeitig habe sich die Personaldecke stark gelichtet: Noch zu Jahresbeginn seien vier Haustechniker beschäftigt gewesen, nun sei nur noch einer im Einsatz.
Ähnlich zurückhaltend reagiert der Geschäftsführer auf die Vorwürfe eines Schädlingsbefalls. In Lagerbereichen könne es vereinzelt vorkommen, dass sich Schädlinge zeigten, doch massive Zustände weist er zurück. Er verweise darauf, dass es bereits seit Jahren ein strenges internes Kontrollsystem gebe, dokumentiert und regelmäßig überprüft. Zwischenkontrollen der Behörden hätten zudem keine schwerwiegenden Missstände erkennen lassen.
Trotz aller Kritik will Wendl nicht den Eindruck entstehen lassen, dass man die Probleme kleinreden wolle. Die festgestellten Mängel seien konsequent behoben worden, betont er. Fugen wurden erneuert, Auffälligkeiten beseitigt, Abläufe geschärft. Man habe aus der Kontrolle gelernt und die Hygienestandards weiter erhöht.
Der Bäckermeister weiß, wie sensibel Kundinnen und Kunden auf solche Nachrichten reagieren. Darum setzt er auf Transparenz und persönliche Nähe. Ein verunsicherter Kunde habe sich gemeldet, erzählt Wendl. Ihm habe er spontan eine Führung angeboten, um sich vor Ort selbst zu überzeugen. Ein Angebot, das er jederzeit wiederhole, denn es sei ihm wichtig, das Vertrauen nicht nur zu bewahren, sondern zu stärken.
Wendl zeigt sich entschlossen, den guten Ruf seines Unternehmens zu schützen. Für die hohe Qualität der Backwaren stehe er mit seiner Unternehmer-Ehre, sagt er – und mit beiden Händen, die er sprichwörtlich ins Feuer lege. Die Bäckerei will nun mehr denn je beweisen, dass Tradition und Hygiene keine Gegensätze sind, sondern ein Versprechen an die Kundschaft, dem man verpflichtet ist.
Ich hatte mir mal im Sommer in der Mittagszeit eine „Frühstücksschleife“ gekauft. Diese besteht aus einer Brezel die mit Spiegelei und Schinken zubereitet ist und zum Frühstücksangebot gehört. Mittags 13.00 Uhr lag diese unterkühlt in der Auslage und ich kaufte diese. 3 Stunden später begannen starke Magenschmerzen und im Resultat war ich über 3 Wochen krank geschrieben mit akutem Durchfall. Man wollte auf Grund des hohen Flüssigkeitsverlustes ins Krankenhaus einliefern und an den Tropf hängen. Teilweise war ich bis zu 8 Mal in der Nacht auf der Toilette.