Zwei Gesellschaften aus dem Immobilienverbund der MIRES Milan Real Estate Solutions geraten in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Potsdam hat am 18. November 2025 in den Verfahren 660 IN 174/25 und 660 IN 172/25 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der betroffenen Unternehmen angeordnet.
Gegenstand der Verfahren sind die beiden früher unter dem Namen Greyhall geführten Firmen:
Greyhall 3. Immobilien GmbH (HRB 36780 P) sowie Greyhall 4. Immobilien GmbH (HRB 38299 P). Beide Gesellschaften firmieren inzwischen unter MIRES Milan Real Estate Solutions und werden von den Geschäftsführern Thomas Kettner und Thomas Ehrich vertreten. Sitz des Immobilienverbunds ist die Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde jeweils der Berliner Rechtsanwalt Sebastian Laboga eingesetzt. Ihm obliegt nun die Sicherung der Vermögenswerte. Die Geschäftsführung ist in ihren Verfügungen über das Vermögen der Gesellschaften stark eingeschränkt – alle finanziellen Entscheidungen bedürfen seiner Zustimmung. Zahlungen dürfen nicht mehr an die Unternehmen selbst, sondern ausschließlich an den Insolvenzverwalter geleistet werden.
Auch Vollstreckungsmaßnahmen wurden zum Schutz der Insolvenzmasse gestoppt. Gleichzeitig ist der Verwalter befugt, Geschäftsräume zu betreten, Unterlagen zu prüfen und sämtliche Auskünfte einzuholen, die zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage notwendig sind. Zudem richtet er ein gesondertes Konto ein, über das mögliche Insolvenzmasse künftig geführt wird.
Mit den Entscheidungen rückt die angespannte Lage innerhalb der MIRES-Immobiliengruppe weiter in den Mittelpunkt. Erst das Ergebnis der laufenden Untersuchungen wird zeigen, ob eine Sanierung Aussicht auf Erfolg hat oder ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet werden muss.