Dark Mode Light Mode

Glühwein wird zum Luxusgut – Preise auf Weihnachtsmärkten steigen weiter

MReisen (CC0), Pixabay

Wer in diesem Jahr über die deutschen Weihnachtsmärkte schlendert, muss für eine Tasse Glühwein wieder tiefer in die Tasche greifen. Laut einer aktuellen Auswertung des Gutscheinportals Coupons.de kostet ein roter Glühwein im Durchschnitt 4,54 Euroohne Pfand. Damit ist der Preis im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen. Gegenüber 2023 liegt der Anstieg sogar bei 15 Prozent.

Glühweinpreise klettern auf Rekordniveau

Die Untersuchung zeigt, dass die Glühweinpreise in vielen Städten inzwischen die 5-Euro-Marke überschreiten – besonders dort, wo die Weihnachtsmärkte zu den Touristenmagneten zählen. In München, Hamburg oder Berlin kostet die Tasse häufig zwischen 4,80 und 5,50 Euro.

Deutlich günstiger wird es auf kleineren, regionalen Märkten. Den niedrigsten Preis verzeichnet die Erhebung in Zwönitz im Erzgebirge: Dort zahlen Besucher nur 3,00 Euro für eine Tasse des beliebten Heißgetränks.

Gründe für den Preisanstieg

Die Veranstalter führen die steigenden Preise auf gestiegene Kosten in mehreren Bereichen zurück:

  • Höhere Einkaufspreise für Wein und Gewürze,

  • gestiegene Energie- und Transportkosten,

  • sowie höhere Standgebühren und Löhne für das Personal.

„Viele Betreiber kämpfen mit deutlich höheren Betriebsausgaben. Diese Kosten müssen sie zwangsläufig an die Besucher weitergeben“, heißt es in der Auswertung von Coupons.de.

Auch die Inflation der letzten Jahre macht sich weiterhin bemerkbar: Weihnachtsmarktstände kalkulieren enger, viele verzichten daher auf Preisaktionen oder Rabatte.

Genuss bleibt – trotz steigender Preise

Trotz der Preissteigerungen bleibt der Glühwein der unangefochtene Liebling der Weihnachtsmarktbesucher. Ob klassisch rot, weiß, mit Schuss oder alkoholfrei – das heiße Getränk gilt für viele als Inbegriff der Adventsstimmung.

„Für viele ist die Tasse Glühwein einfach Tradition – sie gehört genauso zum Weihnachtsmarkt wie der Duft nach gebrannten Mandeln“, sagt eine Sprecherin des Deutschen Schaustellerbundes.

Die steigenden Preise könnten den Durst der Besucher also kaum bremsen – aber vielleicht den einen oder anderen dazu bringen, etwas langsamer zu trinken oder öfter zu teilen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung über die @utark21 GmbH angeordnet

Next Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung über "Das Kind Europas – Kaspar Hauser Zentrum für heilende Pädagogik gGmbH" angeordnet