Ein schweres Flugzeugunglück hat den US-Bundesstaat Kentucky erschüttert. Beim Absturz einer Frachtmaschine des Logistikunternehmens UPS sind am Dienstagabend (Ortszeit) mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, wie Kentuckys Gouverneur Andy Beshear im Onlinedienst X (vormals Twitter) mitteilte. Beshear sprach von einer „Tragödie ungeheuren Ausmaßes“ und kündigte an, dass die Einsatzkräfte „mit Hochdruck an der Bergung und Aufklärung des Unglücks“ arbeiteten.
Absturz kurz nach dem Start in Louisville
Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde (FAA) verunglückte die Maschine kurz nach dem Start nahe des internationalen Flughafens Louisville Muhammad Ali International Airport. Das Frachtflugzeug war auf dem Weg nach Honolulu, Hawaii, als es wenige Minuten nach dem Abheben an Höhe verlor und in einem Industriegebiet außerhalb des Flughafengeländes abstürzte.
Laut örtlicher Medienberichte soll das Flugzeug beim Aufprall mehrere Gebäude beschädigt und ein Feuer ausgelöst haben. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die Behörden evakuierten vorsorglich Anwohner in einem Umkreis von mehreren Hundert Metern.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die Nationale Transportsicherheitsbehörde (NTSB) und die FAA haben die Ermittlungen aufgenommen. Ein Team von Flugunfall-Experten wurde an die Absturzstelle entsandt. Erste Hinweise deuten laut US-Medien auf technische Probleme kurz nach dem Start hin, doch offizielle Bestätigungen liegen noch nicht vor.
Ein Sprecher von UPS zeigte sich „zutiefst bestürzt“ über das Unglück:
„Unsere Gedanken sind bei den Familien und Kollegen der Opfer. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um die Ursache des Absturzes zu ermitteln.“
Ähnliche Unfälle in der Vergangenheit
UPS betreibt eine der größten Frachtflotten der Welt mit hunderten Maschinen weltweit. In der Vergangenheit kam es nur selten zu schweren Unfällen, doch der Absturz erinnert an ein ähnliches Unglück im Jahr 2013, als eine UPS-Maschine vom Typ Airbus A300 beim Landeanflug auf denselben Flughafen in Louisville abstürzte – damals kamen beide Piloten ums Leben.
Zahl der Opfer könnte noch steigen
Die Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz, um Trümmerteile zu bergen und das Ausmaß des Unglücks vollständig zu erfassen. Gouverneur Beshear warnte, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte, da mehrere Menschen schwer verletzt seien und einige Insassen der Maschine zunächst als vermisst galten.
Die Unfallstelle bleibt weiträumig abgesperrt, der Flugbetrieb in Louisville wurde zeitweise eingeschränkt.
Für die Familien der Opfer kündigte die UPS-Unternehmensleitung psychologische Betreuung und Unterstützung an.
Ein offizieller Zwischenbericht der NTSB zur Unfallursache wird in den kommenden Wochen erwartet – mit der endgültigen Analyse ist jedoch erst in mehreren Monaten zu rechnen.