Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine eindringliche Warnung vor den Websites stone-vest-ltd(.)com und inv.stone-vest(.)com ausgesprochen. Nach Erkenntnissen der Behörde bietet die Plattform Stone Vest – die auch unter den Bezeichnungen Stonevest, Stone-Vest oder Stone Invest auftritt – ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen an.
Verdacht: Nachfolger früherer Betrugsplattformen
Die Ermittler der BaFin gehen davon aus, dass Stone Vest möglicherweise in direkter Verbindung mit den bereits auffällig gewordenen Plattformen Axion Alliance und Soria Limited steht. Vor diesen Anbietern hatte die Aufsicht bereits im April und Juli 2025 gewarnt. Damit zeichnet sich ein Muster ab: Immer wieder tauchen dieselben Strukturen unter neuen Namen und Domains auf – offenbar, um Anlegern Seriosität vorzutäuschen.
Gefälschte Angaben zu angeblicher Aufsicht
Besonders perfide: Die Betreiber behaupten, Stone Vest werde sowohl von der BaFin als auch von einer angeblichen europäischen Finanzaufsicht „FISEU“ (European Financial Security) beaufsichtigt. Diese Behauptungen sind nachweislich falsch.
Die FISEU ist keine anerkannte Aufsichtsbehörde – schon im Februar 2023 hatte die BaFin vor dieser frei erfundenen Institution gewarnt.
Klare Rechtslage: Keine Erlaubnis, kein Angebot
Nach deutschem Recht (§ 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz und § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz) gilt:
Wer Finanz-, Wertpapier- oder Kryptodienstleistungen in Deutschland anbietet, benötigt dafür eine ausdrückliche Erlaubnis der BaFin.
Da Stone Vest eine solche Genehmigung nicht besitzt, sind die angebotenen Geschäfte illegal. Anleger, die bereits Geld eingezahlt oder persönliche Daten übermittelt haben, sollten sofort handeln:
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Keine weiteren Zahlungen leisten.
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Kommunikation mit den Betreibern abbrechen.
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Anzeige bei der Polizei erstatten – am besten unter Hinweis auf die aktuelle BaFin-Warnung.
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Beweismaterial sichern (z. B. E-Mails, Chatverläufe, Überweisungsnachweise).
BaFin rät zu erhöhter Wachsamkeit
Die Finanzaufsicht weist erneut darauf hin, dass Betrugsplattformen häufig mit gefälschten Impressen, falschen Registrierungsnummern und erfundenen Lizenzen arbeiten. Seriöse Finanzdienstleister lassen sich jederzeit über die BaFin-Unternehmensdatenbank überprüfen.
Anlegerinnen und Anleger sollten sich grundsätzlich nicht von professionell wirkenden Websites oder angeblichen Garantien täuschen lassen. Der BaFin zufolge tarnen sich viele betrügerische Anbieter mit hochglänzenden Onlineauftritten, gefälschten Kundenbewertungen und falschen Verweisen auf Aufsichtsbehörden.
Fazit: Hinter Stone Vest verbirgt sich nach allem, was derzeit bekannt ist, kein regulierter Finanzdienstleister, sondern ein mutmaßlicher Nachfolger bereits bekannter Betrugsnetzwerke. Wer hier investiert, riskiert den kompletten Verlust seines Geldes.