Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) spricht sich dafür aus, junge Menschen künftig gezielt auch auf soziale Dienste aufmerksam zu machen – und zwar direkt im offiziellen Wehrdienstanschreiben. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, ein solcher Hinweis könne „zu einem signifikanten Anstieg des gesellschaftlichen Engagements“ führen.
Angesichts der aktuellen Debatte um eine mögliche Wiedereinführung des Wehrdienstes sieht das Rote Kreuz eine Chance, das Thema breiter zu fassen. Hasselfeldt betonte, dass Deutschland vor großen Herausforderungen stehe – etwa durch die Alterung der Gesellschaft, den Fachkräftemangel im Pflegebereich und die Zunahme von Naturkatastrophen infolge des Klimawandels.
Ein Hinweis auf Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Wehrdienstanschreiben könne laut Hasselfeldt junge Menschen motivieren, sich stärker für das Gemeinwohl einzusetzen. „Viele wollen sich engagieren, wissen aber oft nicht, welche Möglichkeiten es gibt“, sagte sie.
Das DRK fordert daher, die Wehrdienstkommunikation als Plattform zu nutzen, um soziale und zivile Alternativen bekannter zu machen – und so das gesellschaftliche Engagement in Deutschland langfristig zu stärken.