Aktenzeichen: 253 IN 83/25
Dortmund, 14. Oktober 2025 – Das Amtsgericht Dortmund hat im Verfahren über das Vermögen der ARCC Ambulantes Rehabilitations Centrum Castrop GmbH einen bedeutenden Beschluss gefasst: Mit Wirkung vom 14. Oktober 2025, 12:07 Uhr, wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Unternehmen angeordnet. Die Gesellschaft mit Sitz in der Mühlengasse 3, 44575 Castrop-Rauxel, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 16978, wird von Geschäftsführer Malte Hasenberg aus Olfen vertreten.
Die ARCC GmbH ist spezialisiert auf physiotherapeutische Behandlungen und bietet ein umfassendes Spektrum an Anwendungen und Maßnahmen im Bereich der ambulanten Rehabilitation. Der Geschäftsbetrieb umfasst zudem alle erlaubnisfreien Tätigkeiten, die in engem Zusammenhang mit der physiotherapeutischen Praxis stehen.
Angesichts der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sah das Gericht Handlungsbedarf und bestellte die Dortmunder Rechtsanwältin Dr. Sabine Aldermann zur vorläufigen Insolvenzverwalterin. Diese übernimmt fortan die Aufsicht über sämtliche finanziellen und rechtlichen Vorgänge des Unternehmens.
Im Zuge der Anordnung wurde verfügt, dass sämtliche Verfügungen der Schuldnerin – also der ARCC GmbH – über ihr Vermögen nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam sind. Damit sollen potenzielle Vermögensverschiebungen unterbunden und die verbliebenen Unternehmenswerte gesichert werden.
Zugleich wurden die Schuldner der ARCC GmbH, also sogenannte Drittschuldner, ausdrücklich angewiesen, keine Zahlungen mehr direkt an die Gesellschaft zu leisten. Stattdessen ist ausschließlich die vorläufige Insolvenzverwalterin berechtigt, eingehende Gelder entgegenzunehmen und offene Forderungen einzuziehen. Diese Maßnahme dient der Sicherung der Masse und verhindert, dass Vermögenswerte dem Insolvenzverfahren entzogen werden.
Mit dieser gerichtlichen Entscheidung ist der Weg für die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren geebnet. Ob es zu einer vollständigen Verfahrenseröffnung kommen wird, hängt maßgeblich von der nun einsetzenden Prüfung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens ab. In dieser Phase wird die vorläufige Insolvenzverwalterin unter anderem analysieren, ob genügend Masse vorhanden ist, um das Verfahren ordnungsgemäß durchzuführen und ob eine Fortführung des Geschäftsbetriebs wirtschaftlich sinnvoll erscheint.
Für Mitarbeiter, Gläubiger und Patienten der ARCC GmbH beginnt nun eine Zeit der Ungewissheit, die eng mit der Arbeit der vorläufigen Insolvenzverwalterin und den weiteren Entscheidungen des Gerichts verknüpft ist.